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Wetland Energy Abschlusskonferenz

Wetland Energy-Abschlusskonferenz

Paludikultur vor Ort, Pelletieranlage in Betrieb, neue Projekte im Kopf

18.11.2015 Höhepunkt der Abschlusskonferenz von Wetland Energy am 17. und 18. November in Minsk/Belarus war die Eröffnung der Pelletverarbeitung im nahe gelegenen Lida. Wissenschaftliche Projektergebnisse zur Nutzbarkeit von Biomasse aus Niedermooren hat das Projekt damit in die Praxis gebracht. Hier die "Conclusions and perspectives" der Konferenz. Hier zum Nachlesen das Programm der Veranstaltung. Der Konferenz vorangegangen war zudem ein Workshop "Biomass harvest and greenhouse gas balance of wet and rewetted fen peatlands". Ein Bericht zu Projekt und Abschlusskonferenz ist in der Настаўніцкая газета zu lesen.

 

Hohe Auszeichnung für Michael Succow

Hohe Auszeichnung für Michael Succow

Ehrenpreis der DBU

Bundespräsident Joachim Gauck überreicht den DBU-Ehrenpreis an Michael Succow (Foto: DBU)08.11.2015   Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) zeichnete GMC-Mitglied Prof. em. Dr. Michael Succow mit ihrem Ehrenpreis aus. Bundespräsident Joachim Gauck überreichte die Auszeichnung beim feierlichen Festakt am 8. November 2015 in Essen. Als Stellvertretender Minister für Natur-, Umweltschutz und Wasserwirtschaft der DDR in der Zeit des politischen Umbruchs in Deutschland hatte Succow die historische Chance für den Naturschutz gesehen und genutzt. Mit seinen Mitstreitern sei es ihm gelungen, auf der letzten beschließenden Sitzung des Ministerrates der DDR im Jahr 1990 das Nationalparkprogramm verabschieden zu lassen. Damit waren über Nacht 12,1% der Landesfläche der ehemaligen DDR mit einem einstweiligen und 5,5% mit einem endgültigen Schutzstatus gesichert worden. Für diesen Coup erhielt Michael Succow 1997 den Right Livelihood Award (Alternativer Nobelpreis) und gründete mit dem Preisgeld die Michael Succow Stiftung zum Schutz der Natur (link). In der 20-jährigen Geschichte des Deutschen Umweltpreises wurde der Ehrenpreis erst füfnmal ausgesprochen, u.a. an Michail Gorbatschow und Prof. Heinz Sielmann.

 

Meine Kinder essen Torf

Meine Kinder essen Torf

Literaturabende in der Moorbibliothek

02.10.2015   Von den tiefsten Sümpfen der Menschheit in den Lagern Kolymas und von Kindheit im Moor – Geschichten von Grausamkeit bis Glück bieten die „Literaturabende in der Greifswalder Moorbibliothek“. An dunklen Herbst- und Winterabenden präsentiert Moorkundler und Bibliophil Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Joosten Bücher aus den Beständen der neuen Greifswalder Moorbibliothek (Peatland and Nature Conservation International Lib., PeNCIL).

Programm und weitere Information unter "Meine Kinder essen Torf".

 

Politischer Rückenwind für Klimaretter

Klimaretter Moor bekommt politischen Rückenwind

Parlamentarischer Abend zu Moor und Klimaschutz

28.09.2015   Nasse Moore sind Klimaretter; das haben Forschung und Pilotprojekte bewiesen. Jetzt sind politische Entscheidungen zu Erhalt und Schutz der weltweit gefährdeten Moore gefragt. Daher lud das Greifswald Moor Centrum (GMC) Abgeordnete aus Bund und Ländern zu einem ersten Parlamentarischen Abend „Moore und organischen Böden“ am 28. September 2015 nach Berlin. Zum gemeinsam mit dem Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz M-V veranstalteten Austausch kamen u.a. Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, und Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz M-V. Der Parlamentarische Abend war damit nicht nur ein wichtiger Beitrag zum anlaufenden Deutschen Moorschutzdialog. Er informierte die Politiker auch in Hinsicht auf den kommenden Klimagipfel im November in Paris.

 

Palmöl-Industrie soll grüner werden

Palmöl-Industrie soll grüner werden

GMC-Experten setzen Standards

01.08.2015   50 unabhängige Wissenschaftler, darunter GMC-Experten, verfassen derzeit eine "High Carbon Stock Study", die die Palmöl-Industrie nachhaltiger machen soll. Sie legen darin fest, welche Tropenwälder und Böden vom Anbau der Ölpalmen ausgeschlossen sein sollen, wie z.B. Moorböden. Die Studie traf auf reges Medieninteresse, es berichteten der Economist , nature , Reuters/yahoo news and The Economist/youtube. Die Ausbreitung der Palmölplantagen in den letzten Jahren zerstörte weite Teile der Tropenwälder im Tiefland von Südost-Asiens und Afrikas. Riesige Mengen an bisher gespeichertem Kohlendioxid wurden dabei freigesetzt, die einheimische Bevölkerung vertrieben und Wanderarbeiter unter unwürdigen Bedingungen ausgebeutet. Zur Identifizierung und Erhalt von Mooren und anderen organischen Böden entwickelte GMC-Expertin Dr. Alexandra Barthelmes, verantwortlich für die Global Peatland Database des GMC, eine praktische Anleitung . Prof. Hans Joosten ist Mitglied des Technical Committee und Co-Autor des Hauptberichts.

 

Guardian-Bericht zu nassem Potenzial

Guardian-Bericht zu nassem Potenzial

Mehr Moor gegen Klimawandel

20.07.2015   Nach seiner Tour zu Paludikulturprojekten in Deutschland und Polen veröffentlichte Guardian-Korrespondent Arthur Neslen nun seine Reportage zu Wiedervernässung, Paludikultur und Klimaschutz. Eine unterhaltsame Lektüre zu Aspekten zwischen Röhrichternte und Ramsar-Konvention (nur auf Englisch) unter Swamp power: how the world's wetlands can help stop climate change.

 

Beitrag in Nature Climate Change

Beitrag in Nature Climate Change

Indikatoren für Klimawandel in Tundra

09.07.2015   An 37 Orten in neun Ländern haben Prof. Martin Wilmking (Uni Greifswald) und weitere Forscher dendroökologische Daten in Tundra-Biomen gesammelt, um das durch den Klimawandel verstärkte Wachstum von Gehölzen in der Tundra solide erklären zu können. Die Klima-Empfindlichkeit des Wachstums war an der Grenze zwischen der Arktis und der Subarktis, wo der Permafrost taut und der größte Teil des globalen Permafrost-Bodenkohlenstoffs gespeichert ist, am höchsten. Die Ergebnisse wurden nun im Beitrag „Climate sensitivity of shrub growth across the tundra biome“ in Nature Climate Change veröffentlicht. Sie werden die Voraussagen zur Auswirkung des Klimawandels auf die Tundra verbessern.

 

Landtag MV will mehr Paludikultur

Landtag MV will mehr Paludikultur

Parteiübergreifend für mehr Förderung

3.7.2015 Den Antrag der Fraktionen der SPD und CDU zu „Nutzung von Paludikulturen befördern“ nahmen die Abgeordneten des Landtages Mecklenburg-Vorpommern am 03. Juli 2015 einstimmig an. Thomas Krüger führte fachlich fundiert in das Thema ein und erläuterte die Potenziale von Paludikulturen. Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus betonte die Vorreiterrolle Mecklenburg-Vorpommerns und wies auf die bisher ungelösten förderpolitischen Schwierigkeiten und notwendige stärkere Unterstützung des Bundes hin. Dr. Mignon Schwenke (Die Linke) nannte die MoorFutures und die Bürgerbeteiligung im Rahmen des Greifswald VIP-Projektes als positive Beispiele im Moorschutz und forderte eine Untersetzung des Antrags in den Haushaltsberatungen. Burkhard Lenz (CDU) warb für eine stärkere Unterstützung der Rohrwerbung im Land und betonte die Notwendigkeit, die bisherigen Forschungsaktivitäten der Universität Greifswald zu Paludikulturen mehr zu unterstützen. Dr. Ursula Karlowski (Bündnis 90/Die Grünen) stimmte dem Antrag vorbehaltlos zu und nannte den Moorschutz und die Förderung von Paludikulturen zentrale aktuelle Herausforderungen.
Auf youtube läßt sich die Debatte zu Paludikultur während der 98. Sitzung des Landtages nachverfolgen.

 

“Peatlands and Forests in the Climate Architecture”

“Peatlands and Forests in the Climate Architecture”

DEHSt stellt Report und Vorträge online

29.6.2015 Ergebnisse des zweijährigen Forschungsvorhabens „Peatlands and Forests in the Climate Architecture“ wurden am 4. Juni im gleichnamigen Workshop der Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) in Bonn bei Nebenverhandlungen zur Klimarahmenkonvention UNFCCC (SBSTA 42) vorgestellt. Der Report und die dortigen Vorträge hat die DEHSt nun online verfügbar gemacht. Im Vorhaben “Peatlands and Forests in the Climate Architecture” haben Silvestrum VoF und DUENE e.V., Partner im GMC, gemeinsam politische und wirtschaftliche Steuerungsmöglichkeiten zur Minderung des Treibhausgasausstoßes von Mooren und Wäldern entwickelt. Finanziert wurde sie durch das Umweltbundesamt.

 

Mit GEO im Moor

Mit GEO im Moor

Greifswalder Moorforschung in neuester Ausgabe

29.6.2015 Nasse Füße, trockene Kommentare und große Erkenntnisse bot den Journalisten des GEO-Magazins eine Exkursion mit Experten des GMC in russische Moore. Die Reportage dazu gibt es in der aktuellen GEO-Ausgabe. Herausgekommen sind unterhaltsame Lektüre und brilliante Bilder. Es geht um denkende Moore, Vergleiche zu Whisky auf Eis, Klimaschutz und Pflanzen als Hungerkünstler.