Konferenz: "Moor muss nass!"- Klimaschutz durch Moorschutz

Mit der Unterzeichnung des Pariser Klimaschutzabkommens und des Klimaschutzplans 2050 hat sich Deutschland dem ambitionierten Ziel verpflichtet, bis zum Jahr 2050 eine kohlenstoffneutrale Gesellschaft zu erreichen. Dies bedeutet eine nahezu vollständige Vermeidung von Treibhausgasemissionen in allen Sektoren. In der Landwirtschaft in Deutschland kommen 1/3 der Emissionen aus Moorböden, obwohl diese nur 7,3 % der landwirtschaftlich genutzten Fläche ausmachen. Mit gut 4 % der gesamten deutschen Treibhausgasemissionen sind diese entwässerten Moore somit ein Hotspot für den Klimaschutz in Deutschland. Wiedervernässung und standortgerechte nasse Nutzung (Paludikultur) kann diese Emissionen nachweislich erheblich senken. Des Weiteren stellen nasse Moore wichtige andere Ökosystemdienstleistungen zur Verfügung wie z.B. den Rückhalt von Schadstoffen und die Regulierung des Lokalklimas sowie des Wasserhaushalts, und haben große Bedeutung für die biologische Vielfalt.

Das Projekt „Deutscher Moorschutzdialog“, das von den Partnern im Greifswald Moor Centrum (Michael Succow Stiftung, Universität Greifswald, DUENE e.V.) im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative der Bundesregierung durchgeführt wird, erarbeitet im Dialog mit Akteuren aus Land- und Wasserwirtschaft, Natur- und Umweltschutz aber auch Politik und Verwaltung geeignete Ansätze, die als Impulse für gezielte Lösungen für Klimaschutz durch Moorschutz dienen. Auf der Konferenz werden wir Ihnen diese Ansätze zusammen mit Praxisbeispielen vorstellen und mit Ihnen diskutieren, wie sie in den nächsten Jahren als Teil der Klimastrategien auf verschiedenen Ebenen zu einer großflächigen und beschleunigten Anwendung kommen können. Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenfrei.


Datum
:
26.10.2018 / 10-17 Uhr


Veranstaltungsort
:
Lichthof
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit
Stresemannstraße 128-130
10117 Berlin


Zielgruppe:
Die Veranstaltung richtet sich an Parlamentarier, Vertreter von Ministerien und Behörden aus Bund, Ländern und Kommunen, Vertreter aus Wissenschaftlichen Einrichtungen und Verbänden aus Land-, Forst- und Wasserwirtschaft, Klima- und Naturschutz sowie sonstige Entscheidungsträger.


Kontakt:
Susanne Abel

Projektkoordination
Deutscher Moorschutzdialog

Greifswald Moor Centrum (GMC)
c/o Michael Succow Stiftung
Ellernholzstr. 1/3
17489 Greifswald

Tel.: +49 (0)3834 – 8354220
E-Mail: susanne.abel@greifswaldmoor.de