Veranstaltungen

Agrarpolitischer Workshop

23/06/2017  Organisiert vom MoorDialog des Greifswald Moor Centrum in Kooperation mit dem Thünen-Institut Braunschweig fand am 19.-20. Juni 2017 in Berlin ein Expertenworkshop mit Vertretern der Landesministerien der moorreichen Bundesländer und Landwirtschafts- und Umweltverbänden statt. Er stieß eine Diskussion über die Auswirkungen der deutschen Agrarpolitik zur Nutzung von Moorböden an und trug Anregungen für eine zukünftig bessere Berücksichtigung dieser Böden zusammen. Agrarpolitische Maßnahmen, die als positive Beispiele den Schutz organischer Böden fördern, sowie solche, die hemmend wirken, wurden analysiert. Darauf aufbauend erörterten die Teilnehmer Möglichkeiten zur Stärkung des Bewusstseins und der Akzeptanz für eine klimaschonende Bewirtschaftung, aber auch der gezielten Förderung zur Reduktion von Treibhausgas-Emissionen aus Mooren. Am Ende standen agrarpolitische Handlungsspielräume für die Gestaltung einer nachhaltigen und klimafreundlichen Nutzung im Fokus und Optionen für die Weiterentwicklung der Agrarpolitik in den Bundesländern, Deutschland und der Europäischen Union.

 

„RUMOOREN!“ - Künstlerischer Wettbewerb läuft

"RUMOOREN! Kunst trifft Moor" - Plakat

07/06/2017   Unter dem Titel RUMOOREN! - Kunst trifft Moor will das Greifswald Moor Centrum gemeinsam mit dem Caspar-David-Friedrich-Institut an der Universität Greifswald in einer Ausstellung einen neuen Blick auf Moor zeigen. Künstler und Designer aus allen Bundesländern können bis zum 14. Juli ihre Arbeiten zum Thema "Moor" einreichen. Alle künstlerischen Medien sind bei der Bewerbung zugelassen. Das Preisgeld beträgt bis zu 1500 €. Hier alle Wettbewerbs-Informationen.
Das Image von Mooren ist oft negativ, dabei sind sie als Kohlenstoffspeicher von immenser Bedeutung für den Klimaschutz und erfüllen viele andere wichtige Funktionen. Entwässerung für forst- und landwirtschaftliche Nutzung bedrohen die Moore weltweit in ihrer Existenz. Dabei gibt es schon Lösungsansätze: Paludikultur, die nachhaltige nasse Nutzung von Mooren, kann Rohstoffe liefern und gleichzeitig das Klima schützen. In Greifswald wird seit über 200 Jahren zum Thema Moore geforscht. Mit Wettbewerb und Ausstellung „RUMOOREN!“ gehen die Greifswalder einen neuen Weg, um anhand künstlerischer Positionen einen kulturellen Diskurs anzuregen und auf die Situation der Moore aufmerksam zu machen.
Die Ausstellung läuft vom 24. September bis zum 8. Oktober 2017. Eröffnet wird sie während der internationalen Konferenz Renewable resources from wet and rewetted peatlands 2017. Ausstellungsort ist das Greifswalder Caspar-David-Friedrich-Institut, Bahnhofstr. 46/47. Bewerbungen sind bitte als PDF an rumooren(at)uni-greifswald.de zu schicken.

 

Infotag im Hankhauser Moor - mit Schneeschuh auf Torfmoos

MdB Peter Meiwald (Bündnis90/Die Grünen, links) informiert sich zu Torfmoosen (Foto: St. Busse)

27/04/2017   Win-win-win durch Torfmoose – das zeigte das Greifswald Moor Centrum im Rahmen von MoorDialog am 5. Mai von 12-16 Uhr beim Infotag auf der Versuchsfläche im Hankhauser Moor nördlich von Oldenburg: Torfmoose können neue Einkommen im ländlichen Raum bringen und sind doppelt gut für den Klimaschutz. Ihr Anbau verwandelt herkömmliches Hochmoorgrünland in ein klimafreundliches Produktionssystem, das den Moorschwund aufhält. Außerdem können Torfmoose die endliche Ressource Torf im Gartenbau ersetzen und auch so helfen, Treibhausgase einzusparen. Die Hankhauser Torfmoosfläche liefert auch ein Beispiel dafür, dass Niedersachsen ein Vorreiter in nachhaltiger Moorbewirtschaftung (Paludikultur) und Klimaschutz ist. Mehr Information zum Programm in der Pressemitteilung.

MoorDialog bei Tag der Erneuerbaren Energien MV

Tag der Erneuerbaren Energien MV im Heizwerk Malchin

 

03/04/2017  Wie zukunftsfähige Energiegewinnung in MV aussieht, dafür möchte das Projekt MoorDialog am Tag der Erneuerbaren Energien ein Beispiel zeigen. Es lädt am Samstag, 29.04.2017 zwischen 10:00 bis 15:00 Uhr ins Heizwerk in Malchin – dem weltweit ersten Heizwerk für Biomasse aus Niedermooren. Dieses Heizwerk der Agrotherm GmbH (Basedower Str. 76, 17139 Malchin ) wandelt Landschaftspflegeheu von wiedervernässten Flächen in Energie für die regionale Wärmeversorgung um.

Am Energietag MV bieten MoorDialog neben einer Führung auch eine Ausstellung zum Thema Paludikultur, der nachhaltigen Nutzung nasser Flächen, an. Dazu werden Beispielprodukte gezeigt und Wissenschaftler des Greifswald Moor Centrum stehen Besuchern als Ansprechpartner zur Verfügung. Hinter dem Biomasseheizwerk Malchin steht ein modernes Konzept: wirtschaftlich tragfähig, umweltschonend und mit sozialer Verantwortung. In Kooperation mit lokalen Landwirtschaftsbetrieben trägt das Heizwerk zum Erhalt der Kulturlandschaft am Kummerower See bei. Darüber hinaus ermöglicht die Nutzung von Biomasse der wiedervernässten Niedermoorflächen des Naturparks Peenetal regionale Wertschöpfungskreisläufe, nachhaltige Energiebereitstellung und doppelten Klimaschutz! Zum einen werden fossile Rohstoffe ersetzt, zum anderen Emissionen durch den Torferhalt der Moorflächen vermieden. Das Projekt wurde mit dem Deutschen Lokalen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet.

 

Leea zeigt Moor-Ausstellung

 

21/03/2017  Die Wanderausstellung „Moore, Klimaschutz und Paludikultur“ des Greifswald Moor Centrum ist bis zum 2. Mai im Landeszentrum für erneuerbare Energien M-V (Leea) zu sehen. Die Ausstellung, erarbeitet im Projekt Moordialog im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative, erklärt die Bedeutung von nassen Mooren als CO2-Speicher. Sie zeigt, was mit nachhaltiger Moor-Nutzung gewonnen werden kann: Biomasse von nassen Mooren lässt sich umwelt- und klimaschonend ohne Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion verwerten, etwa als Futter oder Rohstoff für Baumaterialien, Verpackungen und energetisch als Heizmaterial. Das hat doppelt klimaschonenden Effekt: Zum einen werden fossile Rohstoffe ersetzt, zum anderen Treibhausgasemissionen aus Böden vermieden.

 

Update: Paludikultur-Konferenz

Flyer RRR2017

09/02/2017  Mit der zweiten Ankündigung zur Paludikultur-Konferenzwoche Renewable Resources from Wet and Rewetted Peatlands 2017 (RRR2017) präsentiert das Projekt MoorDialog des Greifswald Moor Centrum ein vielfältiges Exkursionsprogramm und mit Prof. Ab Grootjans, Prof. Hans Joosten und Faizal Parish prominent besetzte Keynotes.
Die RRR2017 vom 25. bis zum 30. September 2017 bietet eine nationale und eine internationale Tagung, Exkursionen sowie einen Workshop zu Torfmooskultivierung. Mehr Information bietet auch der RRR2017-Flyer.
Abstracts für Vorträge oder Poster bitten wir bis zum 28. Februar einzureichen. Ausstellungsraum (drinnen und draußen) für Hersteller (Maschinen, Baumaterialien, Verlage etc.) ist vorhanden.
Anmeldungen für die nationale und/oder internationale Tagung sowie eine Exkursion unter www.rrr2017.com. Mit dieser erhalten Sie regelmäßige Updates zur Konferenz.

 

Premiere zum World Wetlands Day: die erste maschinelle Ernte von Rohrkolben in Vorpommern

Erste maschinelle Rohrkolbenernte Vorpommerns (foto: lensescape.de)

31/1/2017 Premiere in Mecklenburg-Vorpommern - zum World Wetlands Day 2017 werden Mitarbeiter des Greifswald Moor Centrum in Kooperation mit dem Rohrwerber Detlef Schramm Rohrkolben ernten. Am 2. Februar ab 11 Uhr zeigen sie auf einer Fläche nahe dem Örtchen Kamp mit einer Seiga-Maschine, dass nasse oder wiedervernässte Moorflächen Möglichkeiten zu neuen nachhaltigen Nutzungen (Paludikultur) bieten: Der Anbau zum Beispiel von Rohrkolben kann Rohstoff für Bau- wie für Brennmaterial liefern. Gerade im ländlichen Raum Vorpommerns könnten damit neue Einkommensmöglichkeiten und Arbeitsplätze entstehen. Gleichzeitig ist die Nutzung nasser Flächen gut fürs Klima, da nasse Moore Kohlenstoff binden und einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Treffpunkt zur Erntevorführung ist ab 10:30 Uhr die Straße nach Kamp am Abzweig nach Anklam Fähre.

 

Paludikultur für den wissenschaftlichen Nachwuchs

5/12/2016 Ein nachhaltiges Konzept an die Entscheidungsträger von morgen herantragen, das macht Moordialog mit Gastvorträgen und Vorlesungen zum Thema Paludikultur an Universitäten. An den Universitäten in Rostock und Halle sowie der Humboldt-Universität zu Berlin präsentierte Dr. Wendelin Wichtmann im Spätherbst die mögliche Nutzung nasser Moore und ihre Bedeutung für den Klimaschutz und andere Ökosystemleistungen. Das Interesse bei Studenten und jungen Wissenschaftler der Fachrichtungen Landmanagement und Landwirtschaft war sehr groß. Lebhaft diskutiert wurde im Anschluss der Lesungen u.a., ob sich Paludikultur mit Agroforstwirtschaft verbinden ließe, wer die Kosten der Wiedervernäsung zu tragen hat und ob eine stoffliche Verwertung der Biomasse einer energetischen Nutzung vorzuziehen sei.

 

Tagung: Paludikultur in Deutschland

15/11/2016 Für Paludikultur regt sich etwas in Deutschland! Es gibt bereits zahlreiche Projekte und Initiativen, die aus dem Natur- oder aus dem Klimaschutz motiviert sind. Mit der Tagung "Paludikultur in Deutschland" will das Projekt MoorDialog Akteure aus Wissenschaft, Politik und Praxis in Deutschland zu einem Erfahrungsaustausch von 25.-26. September 2017 in Greifswald zusammenbringen. Best practice Beispiele sollen gezeigt sowie bestehende Hemmnisse und mögliche Förderung diskutiert werden. Die Tagung ist Teil einer ganzen Konferenzwoche zu Paludikultur, die auch die zweitägige internationale Konferenz „Reed as a Renewable Resource“ 2017, Exkursionen und einen Workshop zu Torfmooskultivierung umfaßt.

 

Moore am Tag der Deutschen Einheit

19/09/2016 "MV - hier ist die Natur!" war das Motto, unter dem die Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommerns in Berlin am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, ihre Türen öffnete. Moore und Paludikultur gehörten dort natürlich dazu und zwar ganz vorne. Gleich am Eingang war der Info-Stand des Greifswald Moor Centrum platziert. Die 10.000 Besucher des Tages kamen dort vorbei. So konnten die GMC-Mitarbeiter in MoorDialog mit Interessierten treten, die sich zu Wiedervernässung, nachhaltiger Nutzung und die Bedeutung der Moore für den Klimaschutz informieren wollten.

 

Moor + Nutzung in Brandenburg - Info-Veranstaltung

19/09/2016 An Landwirte, Landschaftspflegeverbände und ländliche Kooperativen richtete sich die Info-Veranstaltung Moornutzung – Perspektiven für brandenburgische Moore am 14. Oktober im Naturparkzentrum Nuthe-Nieplitz Niederung. Gezeigt wurde dort, wie die angepasste Nutzung wiedervernässter Moorstandorte wirtschaftlich gestaltet und damit ein Beitrag für Klimaschutz und zum Erhalt der Artenvielfalt geleistet werden kann. Die Veranstalter, das Greifswald Moor Centrum (GMC), das Landesamt für Umwelt Brandenburg und der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL) e.V. stellten praxiserprobte Beispiele nasser Moornutzung aus Nordostdeutschland vor und tauschten Erfahrungen zum Agrarumweltprogramm „Moorschonende Stauhaltung“ aus.

Die Veranstaltung wurde im Rahmen der Nationale Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums gefördert.

 

Moor Nachhaltigkeit Kunst

Ausstellung + Führung - das GMC präsentiert "Moor und Klimaschutz" im Biorama (Foto: Susanne Abel)

10/08/2016 Aus Schilf wird Kunst – vom 19. August bis 31. Oktober 2016 zeigt die Ausstellung „no book can be a ladder?“ im Biorama neue, aus Schilf gewonnene Materialien in Installationen der australischen Künstlerin Jacki Perry. Im Rahmen des MoorDialog trägt das Greifswald Moor Centrum als Kooperationspartner Informationen zu Mooren und nachhaltiger Nutzung (Paludikultur) bei. Gelegen im UNESCO Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin will Biorama künstlerisch verpackt Ideen von Nachhaltigkeit und Innovation vermitteln. Es geht um die umwelt- und klimaschonende Verwertung bisher ungenutzter Biomasse: Schilf von der Insel Rügen, ohne Zusatz von Bindemitteln zu Platten aufgearbeitet von dem Unternehmen Zelfo Technology GmbH, ist der Stoff, aus dem die Werke gemacht sind - Paludikultur für Kunst also. Aber auch nachhaltige Baustoffe oder Verpackungsmaterialien können aus Schilf oder anderen Moorpflanzen entstehen. Warum Moore wichtig sind, warum sie geschützt werden müssen und wie sie sich nutzen lassen, das erklärt das GMC im Informationsteil der Ausstellung.

 

Christian Meyer, niedersächsischer Landesminister, diskutiert am GMC zu Paludikultur (Foto: lensescape)

Paludi-Austausch - Minister Meyer diskutiert am Greifswald Moor Centrum

23/07/2016   Welches unternehmerische Potential Paludikultur bieten kann, diskutierte Christian Meyer, Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Niedersachsen, am 22. Juli mit jungen Unternehmern und Mitarbeitern am Greifswald Moor Centrum. Zum öffentlichen Gespräch hatte das GMC gemeinsam mit den Grünen in Vorpommern-Greifswald geladen. Gekommen waren u.a. der Greifswalder Oberbürgermeister Stefan Fassbinder und Ulrike Berger, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag MV.
Als Minister eines der moorreichsten Bundesländer zeigte sich Christian Meyer sehr interessiert an der Greifswalder Moorforschung, insbesondere am Projekt MoorDialog und an Umsetzungsprojekten zu Erhalt, Wiedervernässung und der nachhaltigen Nutzung von Moorstandorten. Er selbst hat in Niedersachsen, wo über 95 % der Flächen von Entwässerung beeinflusst sind, engagierte Programme und Projekte zum Moor- und Klimaschutz mit initiiert. Eine Chance auch für neue Ideen, Geschäftsmodelle und regionale Wertschöpfung? Ja, so waren sich die Diskutierenden einig. Jedoch sind dafür die politischen Bedingungen anzupassen und Förderanreize zu schaffen. Bisher ist die klimafreundliche Nutzung von Moorböden in Paludikultur schlechter gestellt als die konventionelle, auf Entwässerung basierte Moorbewirtschaftung.
 In Niedersachsen machen Landwirtschaft auf Hoch- und Niedermooren, aber auch Forstwirtschaft und Torfabbau 12 % der gesamten Treibhausgasemissionen des Landes aus. Die Herausforderung, diese Emissionen zu senken, hat die Landesregierung erkannt und will das das Know-how des Greifswald Moor Centrum zur Paludikultur, also der nassen Bewirtschaftung von Hoch- und Niedermooren, einbeziehen.

Gute fachliche Praxis auf Moor – geht das?

GfP-Workshop des GMC (Foto: Michael Trepel)

26/06/2016 Wie lässt sich definieren, wie man auf Moor gut wirtschaftet? Was brauchen Moorflächen, um nicht zu degradieren? Was brauchen Landwirte, um Moorböden nachhaltiger nutzen zu können? Wie wollen wir als Gesellschaft unsere Moore nutzen? Zu einem Fachgespräch über diese Fragen lud der Deutsche Moorschutzdialog gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Moor- und Torfkunde (DGMT) e.V. vom 16.-18. Juni 2016 nach Fohrde bei Brandenburg. Knapp 30 Vertreter aus Wissenschaft, Praxis, Verwaltung und Verbänden diskutierten Aspekte von Wasserregime und Flächenmanagement, die die Moornutzung beeinflussen. Die Teilnehmer aus Landwirtschaft, Naturschutz und Wasserwirtschaft trugen rechtliche und ökonomische Aspekte zusammen, die die Moornutzung in Deutschland derzeit bestimmen. Dabei debattierten sie auch, wie sich eine verbesserte Nutzung durch Gesetzesbestimmungen oder Subventionen gezielt fördern ließe. Als Ergebnis des Workshops entsteht ein Diskussionspapier, dass noch in diesem Jahr veröffentlicht werden soll. Workshop und Diskussionspapier bilden eine Basis für eine breite gesellschaftliche Diskussion zur Etablierung guter fachlicher Praxis auf Moorböden.

Moore beim Bundespräsidenten

Fachforum zu Moor auf der Woche der Umwelt 2016 im Schloss Bellevue (Foto: S. Abel)

08/06/2016 Schloss Bellevue, Woche der Umwelt, Moore – eine gute Kombination. Auf einem Fachforum während der Woche der Umwelt präsentierte das GMC Initiativen für die Revitalisierung und nachhaltige Nutzung von Mooren in Deutschland und weltweit.
Prof. Michael Succow wurde herzlich von Bundespräsident Joachim Gauck auf der Veranstaltung begrüßt und sein Plädoyer für den Erhalt der Moore und ein Umdenken in der jahrtausendealten Tradition der Moorentwässerung fand grosse Aufmerksamkeit. Beim voll besetzten Fachforum präsentierte Prof. Hans Joosten dazu harte Zahlen zur Klimarelevanz der Moore und eine mögliche Lösung – Paludikultur. Für diese neue, nasse Nutzung der Moore müssen Akteure und Betroffene eingebunden werden. Deswegen stellte das GMC den bundesweiten MoorDialog voran, gefördert von der Nationalen Klimainitiative der Bundesregierung. Die Bedeutung der Moorrevitalisierung über die Landesgrenzen hinaus machte Jozef Bednar (Wetlands International) an einem Projekt der Internationalen Klimainitiative der Bundesregierung in Russland deutlich. Klar wurde: Deutschland muss auch in Zukunft seiner großen Verantwortung für Schutz und Wiederherstellung von Mooren gerecht werden, um seinen Beitrag zum Klimaschutz und Biodiversitätserhalt zu leisten.

Tagung „Moorschutz“ beleuchtet Probleme und Perspektiven

20/03/2016 Zu klimaschonender Moornutzung besteht eine Beratungsbedarf, der bisher kaum berücksichtigt wurde. Das zeigte sich bei der Tagung „Moorschutz“ Ende März 2016 in Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern). Circa 60 Landwirte und Vertreter aus Verwaltung nahmen an der gemeinsam von der Landeslehrstätte für Naturschutz und nachhaltige Entwicklung (LUNG MV), der LMS Agrarberatung GmbH und dem Greifswald Moorzentrum (Deutscher Moorschutzdialog) organisierte Tagung teil.