Wissenschaft

Greifswalder Moorforscher publizieren derzeit ca. 20 peer-review und ca. 50 sonstige Moor-Publikationen im Jahr. Darunter sind Beiträge in Nature, Global Change Biology, Journal of Biogeography, The Holocene, Quaternary Science Reviews, Biodiversiy and Conservation etc. In einer Greifswalder Moor-Buchreihe, verlegt bei Schweizerbart Stuttgart, erschienen bisher die „Landschaftsökologische Moorkunde“ (Succow & Joosten 2001) und „Carbon credits from peatland rewetting“ (Tanneberger & Wichtmann 2011) und Paludikultur - Bewirtschaftung nasser Moore (Wichtmann et al. 2016) sowie "Mires and peatlands of Europe" (Joosten et al. 2017). Ein weiteres Moorbuch in dieser Reihe – über Paludikulturpflanzen und über Moore in Europa – ist derzeit in Vorbereitung.

 

Im interdisziplinären Verbundprojekt WETSCAPES erarbeitet das Greifswald Moor Centrum mit Partnern wissenschaftliche Grundlagen für eine nachhaltige, schonende Bewirtschaftung der Niedermoore und feuchten Küstenstandorte, speziell degradierter und dann wiedervernässter Flächen. Das Greifswald Moor Centrum ist auch verantwortlich für den Wissenstransfer. Neuigkeiten aus dem WETSCAPES-Projekt gibt es hier.

 

Moorbezogene wissenschaftliche Workshops und Konferenzen finden regelmäßig in Greifswald statt. Im Jahr 2006 besuchten etwa 400 Wissenschaftler das 5. Treffen der Europäischen Sektion der Society for Ecological Restoration. Im Jahr 2013 diskutierten etwa 150 Wissenschaftler und Praktiker bei der "Reed as a renewable resource"-Konferenz über Schilf und Paludikultur. Die Folge-Tagung Renewable resources from wet and rewetted peatlands – RRR2017 wird im Herbst 2017 stattfinden.

Seit 2013 wird die mit über 15.000 Publikationen größte Moorbibliothek Westeuropas als public private partnership von Universität Greifswald, Michael Succow Stiftung und Privatpersonen aufgebaut. Unter den Fördermittelgebern bisheriger Forschungsprojekte sind die Vereinten Nationen (UNEP, UNDP, FAO, UNESCO), die Europäische Union (EU), die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi), das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), das Umweltbundesamt (UBA), das Bundesamt für Naturschutz (BfN), das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern, der UK Natural Environmental Research Council (NERC), PBL Netherlands Environmental Assessment Agency, Alterra, die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), die Deutsche Gesellschaft für Moor- und Torfkunde (DGMT e.V.), die Royal Society for the Protection of Birds (RSPB) und Wetlands International (WI), aber auch Privatbetriebe wie Vattenfall Europe Mining AG und Sime Darby Plantation SDN BHD.

Einige Schwerpunkte sind:

  • Paläoökologie
  • Ökologie von Torfmoosen
  • Treibhausgasemissionen aus Mooren
  • Paludikulturforschung/Niedermoor
  • Paludikulturforschung/Hochmoor
  • Moorvegetation
  • Moorbiodiversität
  • Ökosystemdynamik und Landschaftsentwicklung
  • Landschaftsökonomie