Aktuelles/alle Beiträge

Aktualisiertes RSPO Handbuch

Aktualisiertes RSPO Handbuch

Ansätze für Nachhaltigkeit bei Palmöl

06/08/2019 Der Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO) hat sein Handbuch zu bewährten Management-Praktiken („best management practices“) für Management und Restaurierung von Mooren überarbeitet. Die Aktualisierung wurde vom Global Environment Centre koordiniert. Das Handbuch enthält Text- und Kartenbeiträge des Greifswald Moor Centrum.

Moore in der Wüste

Moore in der Wüste

Daten aus Usbekistan für Global Peatland Database

01/08/2019 Es gibt sie – Moore im Wüstenstaat Usbekistan. Forscher der Succow Stiftung, Partner im Greifswald Moor Centrum, fanden Vorkommen im Hochgebirge des Tian Shan, in den Gebirgsausläufern des Nuratau und am Lauf des Syrdarya mitten durch die Wüste. Diese Vorkommen mit Torflagen von 30-70 cm waren weitgehend unbekannt und sind durch landwirtschaftliche Übernutzung und Degradation bedroht. Die bei Feldarbeiten im Juli gesammelten Daten fließen in die Global Peatland Database des Greifswald Moor Centrum ein und erweitern damit die Übersicht zu Mooren weltweit. Die Forschung war Teil des CAViF-Projektes der Succow Stiftung, finanziert durch das deutsche Bundesministerium für Bildung und Forschung.

      

Moor in den Wüstenausläufern des Nuratau (links); Forschen nach Moor im Tian Shan (rechts)(beide Photos: L. Hebermehl)  

Paludikulturstudien für die Baltischen Staaten

Paludikulturstudien für die Baltischen Staaten

Machbarkeit auf drei Workshops diskutiert

02/07/2019  Während der vergangenen zwei Monate trafen sich Akteur*innen in Estland, Lettland und Litauen, um die Machbarkeit von Paludikultur in den Baltischen Staaten zu diskutieren. Organisiert waren die Workshops von Partner*innen im Projekt “Paludikultur in den Baltischen Staaten”, das von der Europäischen Klimaschutzinitiative gefördert wird.
Für jedes Land stand eine Machbarkeitsstudie sowie Flächentypologien für Paludikultur zur Debatte. Vertreter*innen der Landwirtschafts- und der Umweltministerien, weiterer Behörden und Organisationen aus Landwirtschaft und Forst sowie der Öffentlichkeit erkannten die Relevanz eines angepassten Moor-Managements an, um damit organische Böden zu schützen und Treibhausgasemissionen zu verhindern. Sie diskutierten auch über politische Rahmenbedingungen für Landwirtschaft und Paludikultur und Möglichkeiten, derzeitige Hindernisse mit der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union aus dem Weg zu räumen. Auch wenn fertige Geschäftsmodelle und Vermarktungswege für Paludikultur-Produkte noch fehlen, wollen die Teilnehmer*innen Paludikultur weiter voranbringen. Bei der Rohrkolben-Verköstigung zu den Workshops kam manch ein*e Teilnehmer*in auf den Geschmack…

 

Neu: Paludikultur-Newsletter

Neu: Paludikultur-Newsletter

Jetzt registrieren!

28/06/19 Das Greifswald Moor Centrum möchte auf seinen ersten Paludikultur-Newsletter aufmerksam machen. Mit diesem Newsletter informiert das Greifswald Moor Centrum eine wachsende Gemeinschaft zu aktuellen Moorthemen und neusten Entwicklungen für die nasse Bewirtschaftung von Mooren, also Paludikultur. Zu finden sind Nachrichten aus Wissenschaft, Praxis, Politik wie auch Veranstaltungsankündigungen und Literaturhinweise. Der Paludikultur-Newsletter erscheint in unregelmäßigen Abständen auf Deutsch und Englisch. Wenn Sie diesen erhalten möchten, registrieren Sie sich bitte dafür per E-Mail an communication(at)greifswaldmoor.de. Es reicht das Stichwort „Anmeldung Paludikultur-Newsletter“ in der Betreffzeile. Gerne können auch Neuigkeiten zum Thema Paludikultur an diese Email-Adresse gesendet werden. 
Der Newsletter wird derzeit vom Projekt BOnaMoor bereitgestellt.

2627‐910X

2627‐910X

GMC hat neue Schriftenreihe

04/06/19 Das Greifswald Moor Centrum publiziert eine Schriftenreihe im Selbstverlag, um Berichte und Ergebnisse aus eigenen Projekten öffentlich zugänglich und zitierbar zu machen. Jetzt sind zwei neue Bände verfügbar. Im ersten Band 2019 werden als Ergebnis des MORGEN-Projektes die Emissionen der Moorflächen im Greifswalder Stadtgebiet bilanziert und Handlungsempfehlungen abgeleitet, im zweiten aktueller Stand und neue Ideen für freiwillige Finanzierungsinstrumente für den Moorschutz präsentiert. Diese Studie entstand im Rahmen des MoorDialog-Projektes. Die Greifswald Moor Centrum-Schriftenreihe mit eigener ISSN (2627‐910X) umfasst bereits zwei weitere Publikationen (2018) und erscheint online in unregelmäßigen Abständen.

Das ist PRIMA!

Das ist PRIMA!

Feldarbeit in Rohkolbenbestand (Foto: S. Wichmann)

Neues Projekt will Paludikultur in die Praxis bringen

20/05/2019 Paludikultur auf Niedermooren wird im neuen Projekt Paludikultur in die Praxis bringen: Integration, Management, Anbau ab Mai 2019 vertiefend erforscht. „Paludi-PRIMA“ untersucht die Kultivierung und Wirtschaftlichkeit von Rohrkolben (Typha latifolia, Typha angustifolia) und von Schilf (Phragmites australis). In einem Praxisanbau bei Neukalen sind auf ca. 10 ha maschinelle Pflanzung und Ernte von Rohrkolben geplant. Ein Mesokosmen-Experiment an der Universität Greifswald untersucht den Einfluss von Genetik, Wasserstand und Nährstoffverfügbarkeit auf die Entwicklung der Pflanzen und deren Biomassequalität, z.B. für die Eignung als Dachschilf. Darüber hinaus widmet sich PRIMA den Rahmenbedingungen zu Paludikultur, organisiert Feldtage und entwickelt Praxisleitfäden und Empfehlungen. Das dreijährige Verbundprojekt wird von vier Arbeitsgruppen an der Universität Greifswald in Kooperation mit der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern bearbeitet. Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), Projektträger ist die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR).

Torfmoos streuen und vernässen

Torfmoos streuen und vernässen

Neu eingesäte fläche für Sonnentaukultivierung (Foto: Paludimed GmbH)

PaludiMed richtet Fläche für zertifizierten Anbau von Sonnentau ein

12/05/2019  Vom 7.-12. Mai 2019 wurde gerackt, um die europaweit größte Anbaufläche für Sonnentau im Breesener Moor, einem ehemaligen Torfabbaugebiet im Biosphärenreservat Schaalsee, einzurichten. 60 Tonnen (115 cbm) Torfmoos aus Paludikultur im Hankhauser Moor (Niedersachsen) wurden per Hand auf 2,5 ha ausgestreut und die Fläche anschließend vernässt, um so ein „Bett“ für tausende Sonnentaupflanzen herzurichten. Balazs Baranyai und Dr. Jenny Schulz, Gründer der PaludiMed GmbH, der ersten Ausgründung aus dem Greifswald Moor Centrum, wollen so Sonnentau für medizinische Verwendung bio-zertifiziert kultivieren. Den ersten Spatenstich zur Einrichtung der Fläche im Breesener Moor hatte Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt M-V, im vergangenen Oktober gesetzt.

Durchbruch beim Seggenrohrsänger

Durchbruch beim Seggenrohrsänger

Translokation in restauriertes Moorgebiet erfolgreich

08/05/2019   Von den im Jahr 2018 erstmals aus einem grossen Brutgebiet in Belarus in ein restauriertes Moorgebiet in Litauen umgesiedelten Seggenrohrsängern sind in den ersten Maitagen die ersten drei Vögel aus dem Winterquartier nach Litauen zurückgekehrt. Damit wurde erstmals nachgewiesen, dass diese Schutzmaßnahme bei dieser Art möglich und erfolgreich ist. Die Translokation war Teil eines EU-LIFE-Projektes . Details und Fotos finden sich hier. Das GMC unterstützt das LIFE-Projekt als Berater und bereitet derzeit einen weiteren LIFE-Antrag zum Schutz dieser global gefährdeten Moor-Vogelart vor.
Zum Weltweiten Tag der Zugvögel am 11. Mai bietet die Michael Succow Stiftung eine Exkursion zur Vogelbeobachtung auf der stiftungseigenen Fläche Karrendorfer Wiesen an. Die Karrendorfer Wiesen waren 1988/1989 vom Seggenrohrsänger besiedelt.

Poster WMBD2019

BfN-Projekt des Monats

BfN-Projekt des Monats

Paludikultur-Projekt „KLIBB“ vom BfN vorgestellt

02/04/2019   Das GMC-Projekt „Klimaschonende, biodiversitätsfördernde Bewirtschaftung von Niedermoorböden“ (KLIBB) wurde vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) als Projekt des Monats April vorgestellt. KLIBB erarbeitet Paludikultur-Eignungskulissen für die Bundesländer Schleswig-Holstein, Brandenburg und Baden-Württemberg, aktualisiert Steckbriefe bestehender Nutzungsverfahren und berechnet THG-Einsparpotentiale. Darüber hinaus werden die Auswirkungen von Paludikultur auf die Biodiversität untersucht und zusätzliche naturschutzfachliche Maßnahmen erarbeitet. Ende März veranstaltete das Projekt-Konsortium (Universität Greifswald, Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde, Humboldt-Universität zu Berlin) einen erfolgreichen Workshop in Berlin. Hierbei wurde bundesweite Expertise zu Moor-Biodiversität zusammengebracht und gemeinsam erarbeitet, welche Arten(gruppen) sich bei Paludikultur einstellen können und durch welche Maßnahmen sich diese auch bei produktiver Nutzung fördern lassen.

UN-Resolution zu Mooren

UN-Resolution zu Mooren

Gemeinsame Bemühungen in der UN-Umweltversammlung gestärkt

15/03/2019   Die Umweltversammlung des UN-Umweltprogrammes hat während ihres 4. Treffens in Nairobi vom 11. bis zum 15. März 2019 die Resolution UNEP/EA.4/RES.16 ‚Conservation and Sustainable Management of Peatlands‘ angenommen. Die in 6 Sprachen veröffentlichte Resolution drängt die Mitgliedsstaaten und andere Beteiligte, den Schutz, die nachhaltige Nutzung und die Restaurierung von Mooren weltweit stärker zu fördern. Das GMC hat die Mitarbeiter des UN-Umweltprogrammes mit Hintergrundinformationen und Text unterstützt. Die Resolution fordert außerdem mehr koordinierte Bemühungen; dies wird u.a. Schwerpunkt eines von BfN, UN-Umweltprogramm, GMC und Wetlands International organisierten Workshops mit globalen Konventionen und Organisationen im Mai sein.