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Moor auf der COP30
Wir nutzen die Chance
15/11/2025 Die aktuelle Klimakonferenz der Vereinten Nationen 2025 (COP30 Brasil Amazônia – Englisch) ist eine Chance für Moore, die das Greifswald Moor Centrum gemeinsam mit zahlreichen nationalen und internationalen Partnern bei mehreren Verantsaltungen vor Ort ergreift.
Hier eine Zusammenstellung der Veranstaltungen mit Franziska Tanneberger (Direktorin des Greifswalder Moor Centrums und Gewinnerin des Deutschen Umweltpreises 2024) vor Ort:
17.11. Security from the Ground Up: Soils and the Foundations of Resilience
In dieser hochrangigen Sitzung wird untersucht, wie Landrenaturierung, Bodenbewirtschaftung und die Wiederherstellung von Ökosystemen (z. B. die Wiedervernässung von Mooren) die Klimaresilienz, den Wiederaufbau nach dem Krieg, beispielsweise in der Ukraine, und die regionale Stabilität fördern können – indem Sicherheit von Grund auf geschaffen wird.
🗓️ Montag, 17. November 2025, 10:30-12:00 Uhr (Ortszeit in Belém, GMT-3), 14:30 Uhr (MEZ)
📍 Ukraine-Pavillon
👉 Mehr Informationen: Security from the Ground Up: Soils and the Foundations of Resilience
17.11.: Mainstreaming NBS for climate resilience in EAC
Die Nebenveranstaltung zeigt, wie Ostafrika durch naturbasierte Lösungen – von großflächiger Landschaftsrestaurierung bis hin zu nachhaltiger Moorbewirtschaftung – eine klimaresistente Entwicklung vorantreibt und gleichzeitig die regionale Zusammenarbeit stärkt und Wege für die Finanzierung von Partnerschaften und die Integration von Strategien aufzeigt.
📆 Montag, 17. November 2025, 11-12:30 (Ortszeit in Belém, GMT-3),15 (CET)
📍 EAC Pavillon C-72
17.11. The Peatland Breakthrough: From Evidence to Action
Gemeinsam werden wir untersuchen, wie evidenzbasierte Maßnahmen den Schutz, die Wiederherstellung und die nachhaltige Nutzung von Moorgebieten als wesentliche Wege zur Eindämmung des Klimawandels, zum Schutz der biologischen Vielfalt und zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit von Gemeinden beschleunigen können.
🗓️ Montag, 17. November 2025, 14:30–15:30 (Ortszeit in Belém, GMT-3), 18:30 (CET)
📍 Nature Hub Pavillon, Blue Zone
👉 Anmeldung: The Peatland Breakthrough: From Evidence to Action
17.11. Peatland Breakthrough
Diese Veranstaltung befasst sich damit, wie ein Peatland Breakthrough globale Maßnahmen vorantreiben und Länder, Gemeinden und Unternehmen zusammenbringen kann, um eines der kohlenstoffreichsten Ökosysteme der Welt wiederherzustellen und zu schützen: Moore.
📆 Montag, 17. November 2025, 18:30—20:00 (Ortszeit in Belém, GMT-3), 22:30 Uhr (CET)
📍 Side Event Room 1, Blue Zone
👉 Anmeldung: PEATLAND BREAKTHROUGH: A Global Call to Unlock the Power of Peatlands
💚 Livestreaming verfügbar für registrierte Teilnehmer der rein virtuellen COP30
20.11.: Nature-based Climate Action as a Key Instrument for achieving Germany's Climate Target
Dieses Side event präsentiert die Empfehlungen des Wissenschaftlichen Beirat für Natürlichen Klimaschutz(WBNK) zur Weiterentwicklung des Aktionsplans. Der Schwerpunkt der Veranstaltung liegt insbesondere auf der Renaturierung und Wiedervernässung von Mooren auf verschiedenen Kontinenten.
🗓️ Donnerstag, 20. November 2025, 10:15-11:15 Uhr (Ortszeit in Belém, GMT-3) 14:15 Uhr (CET)
📍 Deutschland Pavillon
👉 Mehr Informationen: https://german-climate-pavilion.de/?pgm=124&nav=14&language=eng&tz=America%2FBelem
21.11.: Signing Joint Declaration between International Tropical Peatland Centre and Greifswald Mire Centre
🗓️Freitag, 21. November 2025, 10:15-11:15 Uhr (Ortszeit in Belém, GMT-3)
📍Indonesien Pavillon Open Stage, Blue Zone
👉Mehr Informationen: https://www.tropicalpeatlands.org/event/signing-joint-declaration-between-itpc-and-greifswald-mire-centre-germany
21.11.: Integrating Peatland Restoration and FOLU within the Global Carbon Market Framework
Tropische Moore spielen als langfristige Kohlenstoffspeicher eine entscheidende Rolle für die globale Klimaregulierung. Dennoch wird ihr Beitrag zur Eindämmung des Klimawandels und die Anpassung daran zunehmend durch Degradation, unzureichende finanzielle Unterstützung und Unsicherheiten in den sich entwickelnden Kohlenstoffmarktmechanismen bedroht.
🗓️ Freitag, 21. November 2025, 15:50–16:20 Uhr (GMT-3)
📍Indonesien Pavillon Main Stage, Blue Zone
👉Mehr Informationen: https://www.tropicalpeatlands.org/event/integrating-peatland-restoration-and-folu-within-the-global-carbon-market-framework
Alle Events finden auf der #COP30 statt.📍Belém, Brazil (CET-4)
Paludi Summer School 2026
Jetzt bewerben!
14/11/2025 Vom 08. bis 17. Juni 2026 findet die Paludi Summer School am Thünen-Institut in Braunschweig und am Greifswald Moor Centrum statt. Sie richtet sich in erster Linie an die Promovierenden und weiteren Nachwuchswissenschaftler*innen der PaludiNetz-Projekte. Freie Plätze werden in einem zweiten Auswahlverfahren an Promovierende außerhalb des PaludiNetzes vergeben.
Ein zentrales Ziel ist es, den interdisziplinären Austausch zu stärken und die Teilnehmenden sowohl untereinander als auch mit Expertinnen und Experten aus Forschung und Praxis zu vernetzen. Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Erarbeiten und Vertiefen von Wissen rund um Paludikultur. Ergänzt wird das Programm durch praktische Aufgabenstellungen, interaktive Workshops und Exkursionen zu Projektflächen, abgerundet durch einige Freizeitaktivitäten, die Raum für Austausch und Vernetzung bieten. Jede teilnehmende Person wird gebeten einen Vortrag zum eigenen Forschungsthema zu halten – eine Gelegenheit, Ideen zu teilen, Feedback zu erhalten und voneinander zu lernen.
Anmeldungen sind bis zum 31. Dezember 2025 über dieses Formular möglich.
Neu: Eddy-Turm auf Torfmoos
für exakte Treibhausgas-Emissionen
14/11/2025 Ein nagelneuer Eddy-Kovarianz-Turm steht seit Kurzem auf einer Pilotfläche im MOOSland-Projekt. Er erfasst kontinuierlich die CO₂- und Methanflüsse der ganzen Fläche, von Dämmen, Gräben und Torfmoosen. Die Wissenschaftler*innen wollen damit über die nächsten acht Jahren bestätigen, dass die Paludikultur mit Torfmoosen klimafreundlich ist.
Einen Tag und drei Personen hat der Aufbau gebraucht, natürlich plus viele Vorarbeiten vom Testbetrieb der Geräte im Labor, dem Verlegen von Stromkabeln zum Standort im Gelände oder dem Bau einer einfachen Plattform aus Brettern. Allein der Aufbau des Tripods dauerte vier Stunden. Anschließend wurden Stromkästen und Datenlogger am Turm befestigt, die für die Kommunikation der Instrumente untereinander verantwortlich sind. Dazu zählen CO₂- und Methan-Sensoren, Kamera, Ultraschall-Anemometer und Router, der die Daten nach außen überträgt. Jedes Instrument verfügt über eine eigene IP-Adresse für den Remote-Zugriff. Dieser ermöglicht nicht nur das Abrufen, sondern auch das Steuern der Instrumente – eine Besonderheit dieses Eddy-Turms, die über den Standard hinausgeht. Am Folgetag war nur noch etwas Feintuning nötig, um Winkel, Abstände und Ausrichtung der Sensoren optimal einzustellen. Jetzt funkt der „Eddy“ und erste Auswertungen erwarten die Wissenschaftler*innen in ungefähr einem Monat.
Warum das wichtig ist: Die Daten liefern belastbare Grundlagen für Politik, Unternehmen und Forschung, um die Klimawirkung von Torfmoos-Paludikultur zu bewerten und zu optimieren.
Mehr Einblicke finden Sie in diesem Video.
Was passiert, wenn Moore wieder nass sind?
Neue Vortragsreihe
05/11/2025 In der sechsteiligen öffentlichen Vortragsreihe „Neue Moorlandschaften“ berichten Forscher*innen, wie aus trockengelegten Flächen neue Ökosysteme entstehen, wie sie funktionieren - und welche Chancen sie bieten. Die Vortragsreihe begleitet den Sonderforschungsbereich WETSCAPES2.0 an der Universität Greifswald, der die Funktionsweise wiedervernässter Niedermoore erforscht.
Den Auftakt macht Prof. Dr. Jürgen Kreyling, Sprecher von WETSCAPES2.0, mit seinem Vortrag „Moorlandschaften 2.0 – Was ist das und wie funktionieren sie?“
Montag, 10. November 2025, 18 Uhr
Alfried Krupp Wissenschaftskolleg, Martin-Luther-Straße 14, Greifswald
Online-Teilnahme möglich über den digitalen Hörsaal des Kollegs
Weitere Informationen und Termine:
https://www.wiko-greifswald.de/programm/vortraege/vortragsreihen-im-sommersemester-2025/wetscapes-20/
Der Sonderforschungsbereich/Transregio 410 WETSCAPES 2.0 wird gefördert von der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG) und getragen von der Universität Greifswald und der Universität Rostock.
Peatland Breakthrough
auf der COP30 in Brasilien
04/11/2025 Ein globaler Aufruf, das Potenzial von Moorgebieten für Klima, Natur und Menschen zu erschließen. Diese offizielle Side event der COP30 wird untersuchen, wie der Durchbruch für Moore globale Maßnahmen vorantreibt und Länder, Gemeinden und Unternehmen zusammenbringt, um eines der kohlenstoffreichsten Ökosysteme der Welt wiederherzustellen und zu schützen.
💚 Montag, 17. November 2025, 18:30–20:00 Uhr (GMT-3)
💚 Nebenveranstaltung Raum 1, Blue Zone, UNFCCC COP30, Belém, Brasilien
💚 Persönliche Teilnahme, hier registrieren (PEATLAND BREAKTHROUGH: A Global Call to Unlock the Power of Peatlands)
💚 Livestreaming für registrierte Teilnehmer der virtuellen COP30 verfügbar
Diese Veranstaltung wird gemeinsam von Wetlands International, der Michael Succow Stiftung, Partner im Greifswald Mire Centre, dem Global Environment Centre und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Zusammenarbeit mit anderen Partnern des Peatland Breakthrough organisiert, darunter die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (UNEP), die Global Peatlands Initiative, das Landscape Finance Lab, das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und die Konvention über Feuchtgebiete (Ramsar Convention).
Zu unseren immer zahlreicher werdenden unterstützenden Partnern gehören: das Global Environment Centre, RE-PEAT und The Nature Conservancy.
Drei Förderaufrufe für Paludikultur-Projekte
Paludikultur in Umsetzung, junge Nachwuchswissenschaft, Wasser- und Nährstoffmanagement - dazu gibt es ab Oktober neue Förderaufrufe. Ideen entwickeln und bewerben geht bis Ende Januar 2026.
30/10/2025 Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) möchte das Thema Klimaschutz durch Moorbodenschutz weiter vorantreiben und intensiviert die Forschungsförderung. Die drei im Oktober veröffentlichten Förderaufrufe adressieren zum einen die Bewirtschaftungstechnik für Paludikulturen , Wasser- und Nährstoffmanagement sowie den wissenschaftlichen Nachwuchs.
Durch die Förderung zu „Forschung zum Thema innovative Bewirtschaftungstechnik für den Anbau von Paludikultur“ soll insbesondere praxisnahe Forschung mit schnell verfügbarem Technologie- und Wissenstransfer im Bereich Landbewirtschaftung und Gewinnung von nachwachsenden Rohstoffen aus Paludikulturen unterstützt werden.
Jungforschenden stellt das Ministerium eine bis zu fünfjährige Förderung für die Erfassung und Modellierung von Daten auf wiedervernässten Moorstandorten in Aussicht. Die Förderung für „Wasser- und Nährstoffmanagement von Paludikulturen“ soll Wissen zu Hydrologie und Nährstoffversorgung von nassen Mooren und Paludikulturen auf Gebietsebene generieren.
Neue Moorbibliothek in Greifswald eröffnet
Wissensschatz und Begegnungsort für den Moorschutz
30/10/2025 Am 30. Oktober 2025 öffnete die Moorbibliothek im historischen Gebäude der „Alten Chemie“ in Greifswald ihre Türen.
Bei der feierlichen Eröffnung betonten prominente Gäste aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft die Bedeutung des Ortes als Wissensspeicher und Plattform für den Austausch. Der Abend wurde musikalisch umrahmt von Zink und Geige und die Mitglieder des Stiftungskuratoriums nahmen die Besucher*innen mit auf eine Reise durch die Bücherlandschaft der Bibliothek – von historischen Werken, den wissenschaftlichen Klassikern bis zu Kinderbüchern.
Mehr unter: www.moorbibliothek.de
Kontakt: info@moorbibliothek.de
Neues Rechtsgutachten
Für moorschonende Stauhaltung
27/10/2025 Moore sind zentrale Akteure im Klimaschutz, doch ihre Wiedervernässung scheitert oft an rechtlichen Hürden und gesetzlichen Rahmenbedingungen. Ein neues Gutachten „Rechtliche Empfehlungen und Auslegung des Wasserrechts für moorschonende Stauhaltung in Deutschland“ erstellt von Prof. Dr. Sabine Schlacke, analysiert, wie das Wasserrecht in Deutschland besonders auch für nachhaltige Moornutzung angepasst werden muss. Die Kernaussage: Moorschonende Stauhaltung ist essentiell für den Erhalt von Mooren als CO₂-Speicher und für die Anpassung an den Klimawandel und muss daher gefördert werden - insbesondere in den Bundesländern Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Das Gutachten enthält Handlungsempfehlungen für Politik und Verwaltung, um Rechtssicherheit für Landnutzer:innen und Naturschutz zu schaffen.
Für Mecklenburg-Vorpommern sind die Empfehlungen des Gutachtens besonders relevant, da das LM MV einen Entwurf für die Novellierung des Landeswassergesetzes vorgelegt hat, über die aktuell die Ausschüsse des Landtags MV beraten. Hier bietet sich die Chance, Regelungen zur Erleichterung von Verfahren für Moorwiedervernässung einzufügen.
Das Gutachten richtet sich an Entscheidungsträger:innen in Politik, Verwaltung und Landwirtschaft und zeigt konkrete Wege auf, wie das Wasserrecht moorschonende Maßnahmen besser unterstützen kann. Es ist eine Publikation der GMC-Schriftenreihe, erarbeitet im MoKKA-Projekt Succow Stiftung.
Moor im Futurium
Mitduskutieren am 9.10.!
3/10/2025 „Mehr Moor! Aber wie?“ – unter dem Titel laden Futurium, die Joachim-Herz-Stiftung und das Greifswald Moor Centrum am 9. Oktober im Herzen Berlins. Moore sind zentrale CO₂-Speicher und gleichzeitig umstrittene Nutzflächen. Wie lassen sich Klimaschutz, Landwirtschaft und lokale Interessen vereinen? Diese Frage steht im Mittelpunkt des Expertengesprächs mit Besucherbeteiligung ab 19:30 Uhr.
Moderatorin Katie Gallus spricht mit:
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Lucas Gerrits, Co-Founder und Geschäftsführer Zukunft Moor GmbH
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Juliane Petri, Landwirtin und landwirtschaftliche Beraterin aus dem Rhinluch/Kremmen
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Dr. Franziska Tanneberger, Leiterin des Greifswald Moor Centrum
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René Seltmann, Landwirtschaftliche Beratung Moorbodenschutz im Landesamt für Umwelt Brandenburg (LfU)
Die Veranstaltung im Futurium am Alexanderufer 2 in Berlin ist kostenfrei, eine Anmeldung ist erforderlich.
Momentum für den Peatland Breakthrough
bei der New York Climate Week
24/09/2025 Der Peatland Breakthrough ist ein Aufruf zum Handeln, der darauf abzielt, systemische Veränderungen zum Schutz und zur Wiederherstellung von Mooren in großem Maßstab zu ermöglichen. Durch die Zusammenarbeit von Regierungen, Privatsektor, Förderorganisationen und der Zivilgesellschaft soll die Initiative dazu beitragen, den Erhalt, die Wiederherstellung sowie die nachhaltige und kluge Nutzung von Mooren weltweit zu beschleunigen – geleitet von soliden, wissenschaftlich fundierten Zielen und Prinzipien. Während der New York Climate Week 2025, am 25. September, kamen Regierungsvertreter*innen, Förderorganisationen, internationale Organisationen und Akteur*innen aus dem Privatsektor zu einem exklusiven hochrangigen Treffen zusammen, das von der Regierung von Peru und den Partnerorganisationen des Peatland Breakthrough ausgerichtet wurde. Das Treffen bot eine entscheidende Gelegenheit, breite Unterstützung zu mobilisieren und Partnerschaften zu stärken, um den Peatland Breakthrough voranzubringen – und sicherzustellen, dass Moore als zentrale naturbasierte Lösung für Fortschritte in der globalen Klimaagenda anerkannt werden.
Moore spielen eine herausragende Rolle bei der Bekämpfung des Klimawandels und der Erreichung der Ziele des Pariser Abkommens. Sie bedecken nur etwa 3 % der globalen Landfläche, speichern jedoch bis zu ein Drittel des gesamten Bodenkohlenstoffs – doppelt so viel wie die weltweite Waldbiomasse. Neben ihren Klimaschutzleistungen tragen Moore zur Resilienz von Gemeinschaften und Ökosystemen bei, indem sie Wasserflüsse regulieren, das Risiko von Überschwemmungen und Dürren verringern, Lebensräume für zahlreiche Arten bieten, Lebensgrundlagen sichern und die Wasserqualität verbessern. Der geschätzte globale Wert ihrer Ökosystemleistungen liegt bei etwa 2,3 Billionen US-Dollar.
Leider werden Moore weltweit degradiert – sie werden für Landwirtschaft und Forstwirtschaft entwässert, durch Überweidung geschädigt, für Brennstoffe und Gartenbau abgebaut und durch menschliche Aktivitäten verschmutzt. Infrastrukturprojekte beeinträchtigen ihre Hydrologie, viele werden absichtlich verbrannt. Wenn wir Moore als intakte Ökosysteme verlieren, verlieren wir nicht nur ihre Fähigkeit, Kohlenstoff zu speichern – sie setzen im Gegenteil große Mengen an Treibhausgasen frei. Degradierte Moore verursachen derzeit etwa 4 % der weltweiten menschengemachten Emissionen. Ihr Schutz, ihre nachhaltige Bewirtschaftung und die Wiederherstellung degradierter Flächen müssen daher Priorität haben, um Fortschritte im Klimaschutz zu beschleunigen.
Das Treffen brachte potenzielle Champion-Länder und strategische Partnerorganisationen zusammen, um mehr über den Peatland Breakthrough zu erfahren, mögliche Beiträge zu erkunden und die Vorteile einer Beteiligung sowohl vor der offiziellen Einführung als auch während der Umsetzung zu verstehen. Gastgeber war Juan Carlos Castro Vargas, Umweltminister von Peru, der die Rolle seines Landes als erstes Champion-Land des Peatland Breakthrough hervorhob.
Er betonte die Bedeutung gemeinsamen Handelns zwischen Staaten, Privatsektor und internationalen Partner*innen, um klare und messbare Ziele für den Schutz von Mooren und ambitionierte Klimaziele zu erreichen.
Im Anschluss an die Präsentationen der Initiative fanden Roundtable-Diskussionen mit hochrangigen Teilnehmenden aus der Republik Kongo, der Demokratischen Republik Kongo und Indonesien statt. Diese bekräftigten ihr Engagement für den Schutz ihrer Moore und betonten die Notwendigkeit ausreichender Finanzierung, um nationale Klimaziele zu erreichen.
Wetlands International, im Namen der Partnerorganisationen des Peatland Breakthrough, stellte die Entwürfe der globalen Zielsetzungen und Leitprinzipien vor, die kollektives Handeln und systemischen Wandel ermöglichen sollen. Die Organisation hob hervor, dass Investitionen in Moore zu den wirkungsvollsten Klimaschutzlösungen gehören – da sie Kohlenstoffspeicherung, ökologische Resilienz und wirtschaftliche Effizienz miteinander verbinden.
Potenzielle Förderinstitutionen und Partnerorganisationen, darunter The Nature Conservancy, Diageo, die Gordon and Betty Moore Foundation und die Margaret A. Cargill Philanthropies, bekundeten ihr Interesse, zum Fortschritt der Initiative beizutragen und ihre Aktivitäten sowie Investitionen mit den globalen Moor- und Klimaagenden in Einklang zu bringen.
Arlette Soudan-Nonault, Ministerin für Umwelt, nachhaltige Entwicklung und das Kongo-Becken sowie Exekutivsekretärin der Klimakommission des Kongo-Beckens, bekräftigte das Engagement der Republik Kongo für den Erhalt der intakten Moore des Kongo-Beckens. Sie betonte, dass Naturschutz ohne ausreichende Finanzierung für die Energiewende und die nationalen Klimabeiträge (NDCs) nicht möglich ist, da diese auf nationale Ressourcen und internationale Unterstützung angewiesen sind.
Zudem stellten Vertreter*innen des Umweltministeriums der Demokratischen Republik Kongo und des Forstministeriums Indonesiens ihre laufenden Moorschutzprogramme vor und betonten, dass der Peatland Breakthrough helfen kann, die nötigen Mittel zur Erreichung ihrer Klimaziele zu mobilisieren.
Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) unterstrich die Bedeutung des Peatland Breakthroughs für die Erreichung der globalen Klimaziele und seine Relevanz für das Pariser Abkommen, insbesondere im Vorfeld der bevorstehenden Veranstaltungen bei der UNFCCC COP30. Die Zusammenarbeit und Führung durch Regierungen und Förderinstitutionen sei entscheidend, um das volle Potenzial der Moore zu entfalten. UNEP stellte den aktuellen Zustand der weltweiten Moore sowie Fortschritte durch gemeinsame Initiativen wie die Global Peatlands Initiative und deren Global Peatlands Assessment vor und betonte, dass Moore eine kosteneffiziente naturbasierte Lösung darstellen, die nicht übersehen werden darf.
Mara Angélica Murillo-Correa, Senior Programme Officer für zwischenstaatliche Angelegenheiten beim UNEP, fasste es zusammen: „Ohne Moore kein Paris.“ Der Schutz und die Wiederherstellung von Mooren seien entscheidend, um die Emissionslücke zu schließen und die biologische Vielfalt zu bewahren. Der Peatland Breakthrough biete die politische Dynamik und die finanzielle Ambition, um wissenschaftliche Erkenntnisse in transformative globale Maßnahmen umzusetzen.
Der Peatland Breakthrough ist ein gemeinsamer globaler Aufruf zum Handeln, geleitet von Wetlands International, dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP), der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), dem Greifswald Moor Centrum und dem Landscape Finance Lab, entwickelt in enger Abstimmung mit der Global Peatlands Initiative, den High-Level Climate Champions und der Ramsar-Konvention.
Zu den wachsenden unterstützenden Partnerorganisationen zählen das Global Environment Centre, RE-PEAT und The Nature Conservancy.
Image 1: Environmental ministers and leaders from NGOs and the private sector at the Permanent Mission of Peru to the UN, New York (Credit: GPI)
Image 2: Roundtable discussions ensued following exciting presentations on the Peatland Breakthrough (Credit: GPI)








