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RRR2017 eröffnet

RRR2017 eröffnet

Umweltpolitiker von Bund und Land sprechen zur Eröffnung

25/09/2017  Zum Auftakt der Paludikultur-Konferenzwoche begrüßten die Umweltpolitiker Jochen Flasbarth (Staatssekretär BMUB) und Dr. Till Backhaus (Landesminister MV) die Teilnehmer der Tagung Klimaschutz und Moornutzung: Potentiale in Deutschland. Wissenschaftler, Praktiker und Vertreter von Behörden und NGOs diskutieren hier Umsetzung, Möglichkeiten und Hindernisse für Paludikultur.

Jochen Flasbarth, Staatssekretär des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) betonte in einer Videobotschaft zur Eröffnung: „Der Schutz von Mooren benötigt deutlich größere politische Aufmerksamkeit als bisher. Immerhin entweichen aus entwässerten Mooren, die als Acker- oder Grünland genutzt werden, in Deutschland 38 Millionen Tonnen Treibhausgase. In der Summe entspricht dies fast einem Viertel der Emissionen aus dem gesamten Verkehrssektor. Ich freue mich deshalb, dass wir als Umweltministerium in den letzten Jahren die finanzielle Förderung von Moorschutzaktivitäten deutlich ausgeweitet haben.“

Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern berichtet über die Anstrengungen von Mecklenburg-Vorpommern für den Moor- und damit Klimaschutz:  "Wir haben in den letzten 20 Jahren Wiedervernässungsprojekte mit insgesamt mehr als 40 Millionen Euro unterstützt und früh mit der Wiedervernässung unserer Moore begonnen, um die Treibhausgasmissionen zu mindern. Hinzu kommen die MoorFutures, die ganz wesentlich dazu beigetragen haben, die Zusammenhänge zwischen Klimaschutz und Moorschutz insbesondere außerhalb von Expertenkreisen bekannt zu machen. Mittlerweile wurden fast 13.000 MoorFutures verkauft. Ich freue mich, dass wir mit unserer Fachstrategie Paludikultur als erstes Bundesland beispielhaft vorangehen, um die Bewirtschaftungsform von Moorstandorten auszubauen. Die Etablierung der Paludikultur führt zu einem doppelten Gewinn für den Klimaschutz. Die Emissionen aus dem Torfkörper werden gestoppt und die Biomasse substituiert beispielsweise fossile Energieträger."

 

„RUMOOREN!“-Kunstausstellung

RUMOOREN! - Kunst trifft Moor

"RUMOOREN! Kunst trifft Moor" - Vernissage (Foto: Philipp Schröder)

Torfskulptur bis Rohrkolbenkissen - zu sehen bis 8.10. im CDFI

22/09/2017  Ganz ungewohnte Perspektiven auf Moore bietet die Kunstausstellung RUMOOREN!, die das Greifswald Moor Centrum gemeinsam mit dem Caspar-David-Friedrich-Institut der Universität Greifswald initiiert. Von 24.9.- 8.10. sind die „Moor-Werke“ von 19 Künstlern im Caspar-David-Friedrich-Institut (Bahnhofstraße 46/47) zu sehen, der Eintritt ist frei. Von Torfinstallation, Malereien bis Rohrkolbenkissen sollen die Ausstellungsstücke die öffentliche Wahrnehmung, den Austausch zum Thema „Moor, Klimaschutz und Nutzung“ und die Akzeptanz dazu anregen.


Zur Vernissage am 24. September kamen mehr als hundert Kunst- und Moorinteressierte.
Die Ausstellung „RUMOOREN!“ ist Teil der der internationalen Konferenz Renewable resources from wet and rewetted peatlands 2017. Sie ist im Caspar-David-Friedrich-Institut vom 25.- 28. September von 8 – 20 Uhr und ab 29. September – 8. Oktober von 12 - 18 Uhr geöffnet.

Schilf im Kessel, Rohrkolben in der Wand

Schilf im Kessel, Rohrkolben in der Wand

GMC-Ausstellung im UBA Dessau (Foto: Philipp Schröder)

Ausstellung "Moor, Klimaschutz und Paludikultur" im Umweltbundesamt

22/09/2017  Schilf im Kessel, Rohrkolben in der Wand oder Torfmoos auf dem Teller – dass intakte Moore Klimaretter sind und sich auch nachhaltig nutzen lassen erklärt die Wanderausstellung Moor-, Klimaschutz und Paludikultur des Greifswald Moor Centrum, erstellt im Projekt MoorDialog. 
Vom 18. September bis 6. Oktober ist sie im Foyer des Umweltbundesamtes in Dessau zu sehen. Der Eintritt ist frei! Am 4. Oktober bietet das Greifswald Moor Centrum Führungen zur Ausstellung für Schulklassen an. Anmeldung erforderlich unter communication@greifswaldmoor.de .

Countdown für RRR2017

Countdown für RRR2017

Internationale Paludikultur-Woche 25.-30. Sept. 2017

12/09/2017  : In weniger als zwei Wochen startet die Internationale Paludikultur-Konferenzwoche RRR2017. Vom 25. – 30. September 2017 veranstaltet das Greifswald Moor Centrum eine nationale und eine internationale Konferenz, einen Tag mit verschiedenen Exkursionen und einen Workshop zur Torfmooskultivierung. Als Hauptredner hat das Greifswald Moor Centrum Prof. Ab Grootjans, Prof. Hans Joosten und Faizal Parish gewonnen. Neben dem wissenschaftlichen Programm der Konferenz präsentiert das GMC ein vielfältiges und öffentliches Rahmenprogramm:

Ballonreifen und Kettenfahrzeuge – große Technikschau auf dem Greifswalder Markt
Wie sich z.B. Schilf oder Rohrkolben ernten lassen, zeigt eine große Technikausstellung am Mittwoch 27. September von 12.30-14.30 Uhr  auf dem Greifswalder Marktplatz. Erntemaschinen mit riesigen Ballonreifen oder Kettenfahrzeuge für das nachhaltige Bewirtschaften nasser Flächen werden auf trockenem  Pflaster zu sehen sein. Dazu gibt es für alle Interessierten viel Information zu Moor- und Klimaschutz sowie Paludikultur. 

„Algenfarn bis Wasserminze“ – botanische Ausstellung im Botanischen Garten
Zum Spaziergang durch den Botanischen Garten der Universität Greifswald  lädt die Ausstellung „Algenminze bis Wasserminze – Paludikultur, Bewirtschaftung nasser Moore“ ein. Sie ergänzt das dortige Paludarium und zeigt auf 40 Tafeln, wie Pflanzen aus Mooren Lebensmittel, Futter, Energieträger und Baustoffe liefern, gleichzeitig das Klima schützen und biologische Vielfalt garantieren können.  Dort lässt sich z.B. erfahren, dass Wollgras zu Kissenfüllung taugt, Sonnentau bei Atemwegserkrankung hilft, Torfmoos Torf im Garten ersetzen kann oder aus Samen der Wassernuss Mehl gewonnen wurde.

„RUMOOREN – Kunst trifft Moor!“ - Kunstausstellung
Ganz ungewohnte Perspektiven auf Moore bietet die Kunstausstellung “RUMOOREN!”, die das Greifswald Moor Centrum gemeinsam mit dem Caspar-David-Friedrich-Centrum (Universität Greifswald) initiiert. Ab der Vernissage am 24. September bis zum 8. Oktober sind die „Moor-Werke“ von 20 Künstlern im CDF-Institut zu sehen. Von Torfinstallation bis Moosskulptur sollen die Ausstellungsstücke die öffentliche Wahrnehmung, den Austausch zum Thema „Moor und Klimaschutz“ und Akzeptanz dazu anregen.

„Deutschlands Moore“ – persönlicher Erlebnisbericht des Moorschützer Prof. em. Michael Succow
Auf eine Reise von den Regenmooren Nordwestdeutschlands und den Mooren des südlichen Ostseeraumes bis zu denen des Alpenrandes lädt Prof. em. Michael Succow bei einem öffentlichen Abendvortrag am 26. September  um 20 Uhr im Hörsaal Loefflerstraße der Universität Greifswald. Der Träger des Alternativen Nobelpreises berichtet von dramatischen Moorschicksalen, der Zerstörung von Moorlandschaften, aber auch von Möglichkeiten ihrer Revitalisierung.

 

 

Algenfarn bis Wasserminze

Algenfarn bis Wasserminze

Führung durch neue GMC-Ausstellung im Greifswalder Paludarium (Bild: greifswaldmoor )

Neu: Rundgang zu 40 Pflanzen im Greifswalder Paludarium

23/07/2017  Lebensmittel, Futter, Energieträger und Baustoffe können Pflanzen aus Mooren liefern, gleichzeitig das Klima schützen und Biologische Vielfalt garantieren. Schilf für Dachreet ist ein bekanntes Beispiel. Doch wer weiß, dass Wollgras zu Kissenfüllung taugt, Sonnentau bei Atemwegserkrankung hilft, Torfmoos Torf im Garten ersetzen kann oder aus Samen der Wassernuss Mehl gewonnen wurde? Die neue Ausstellung „Paludikultur- Bewirtschaftung nasser Moore“ macht 40 Beispiele von Feuchtgebietspflanzen und ihrer möglichen Verwendung bis zum Oktober im Botanischen Garten Greifswald und im Arboretum erlebbar. 40 Besucher kamen am Sonntag 23. Juli zur Eröffnungsführung durch die Biologin Susanne Abel.

 

 

9 x neu: Infoflyer zu Paludikultur

9 x neu: Infoflyer zu Paludikultur

Neun Flyer zu Paludikultur

Kostenfrei als Download oder Print

13/07/2017  Mehr über Moor sprechen – das möchte das Projekt MoorDialog. Damit alle Interessierten mitsprechen können, muss es auch den aktuellen Stand der Forschung zu Mooren, ihrer möglichen Nutzung, und Klimaschutz vermitteln. Neun Flyer informieren jetzt zu Paludikultur auf Hoch- und auf Niedermoor allgemein, zur Nutzung von bestimmten Pflanzen (Schilf, Rohrglanzgras, Rohrkolben, Torfmoos) oder auch von Wasserbüffeln. Die Flyer stehen als Download auf der Website des MoorDialog zur Verfügung. Printexemplare können Sie kostenfrei per E-mail an communication(at)greifswaldmoor.de anfordern.

 

 

Moorbibliothek PeNCIL regional vernetzt

Moorbibliothek PeNCIL regional vernetzt

Digitale Bibliothek M-V eröffnet

19/06/2017  Die Peatland and Nature Conservation International Library (PeNCIL) des Greifswald Moor Centrum ist jetzt Teil der gemeinsamen, zentralen Präsentationsplattform für die digitalisierten Kulturgüter des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Die Digitale Bibliothek Mecklenburg-Vorpommern präsentiert spartenübergreifend Sammlungen aus Archiven, Bibliotheken, Museen und Universitäten. Sie stellt diese kulturhistorisch bedeutsamen Quellen für den privaten und wissenschaftlichen Gebrauch kostenlos zur Verfügung. Derzeit umfasst die Digitale Bibliothek elf Archive, acht Bibliotheken, zwei Museen und mehrere wissenschaftlichen Sammlungen mit insgesamt fast 30.000 Objekten mit rund 3,2 Millionen digitalisierten Seiten.

 

 

Tagung Klimaschutz und Moornutzung – Potentiale in Deutschland

Tagung Klimaschutz und Moornutzung – Potentiale in Deutschland

Aktuelles Programm online

06/06/2017  Eine ganze Tagungswoche zu Paludikultur veranstaltet das Greifswald Moor Centrum vom 25.-30. September 2017. Der erste Tag ist allein dem Thema „Klimaschutz und Moornutzung: Potentiale in Deutschland“ gewidmet. Jetzt steht dafür das aktuelle Programm. Bis zum 15. August sind Anmeldungen zur Konferenz möglich.

 

Start für MOOSzucht

Start für MOOSzucht

Projekt vermehrt produktive Moose im Bioreaktor

31/05/2017  Im dreijährigen Projekt MOOSzucht forschen Wissenschaftler am Greifswald Moor Centrum mit Partnern an der Selektion hochproduktiver Torfmoos-Sippen und an Methoden zu deren Massenvermehrung im Photobioreaktor.
Um Torf maßgeblich im Gartenbau zu ersetzen, ist kultivierte Torfmoos-Biomasse eine vielversprechende Alternative. Ihr Anbau in Paludikultur erfordert zunächst eine Aussaat von Torfmoosen. Saatgut ist jedoch rar, da Torfmoose selten und geschützt sind.
Im Projekt ist geplant, Saatgut im Photobioreaktor im großen Stil zu vermehren. Um hohe Erträge zu erzielen und so die Rentabilität von Torfmooskultivierung zu erreichen, werden die Greifswalder Forscher besonders produktive Torfmoos-Sippen identifizieren und ihre genetischen Eigenschaften entschlüsseln. Die Leitung des Verbundprojektes liegt bei der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. Partner sind die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, das Karlsruher Institut für Technologie – KIT und die Niedersächsische Rasenkulturen NIRA GmbH & Co. KG. Das Forschungsvorhaben wird im Programm „Nachwachsende Rohstoffe“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) mit 1,1 Millionen Euro gefördert. Weitere Information bietet die Pressemitteilung der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald.

 

Peatlands matter!

Peatlands matter!

Moore im Fokus beim Global Landscape Forum

19/05/2017  Das Global Landscape Forum am 18. Mai war gänzlich den Mooren gewidmet! Unter dem Motto „Peatlands matter!” brachte es lokal wie global tätige Politiker und Akteure aus Umweltorganisationen und Wirtschaft zusammen, um Lösungen auf Landschaftsebene zu finden. Es zielte vor allem darauf, Wege zu finden, wie die vielfältigen und konfliktträchtigen Ansprüche an die Nutzung dieser wichtigen Ökosysteme vor Ort verhandelt werden können.
Das internationale Publikum diskutierte Möglichkeiten zu Moorschutz und –erhalt sowie zu nachhaltiger Nutzung durch Paludikultur. Die Veranstaltung hatte 425 Teilnehmer in Jakarta sowie mehr als 1000 Nutzer des Livestreams und erreicht über 5 Millionen Menschen über Twitter. Moore sind wichtig und sie müssen nass sein!