Aktuelles/alle Beiträge
Moorschutz gut gemacht
Seminar zur technischen Seite der Wiedervernässung
20.6.2015 Ein Seminar zur ökologischen Moorrestauration organisierte die Michael Succow Stiftung, Partner im GMC, vom 16.-18. Juni 2015 in Taldom in der Region Moskau. Wie lassen sich Moore durch Wiedervernässung langfristig und kosteneffizient vor Feuern schützen, wie Treibhausgasemissionen reduzieren? Wie ist eine selbstständige ökologische Regeneration einzuleiten? Zu diesen Fragen berieten 24 Hydrologen, Nationalparkmitarbeiter und Ökologen aus verschiedenen Instituten und NROs Russlands. Es gab Vorträge zu theoretischen Überlegungen und praktischen Beispielen, dazu Exkursionen in Projektgebiete der Region Moskau und Tver. Experten aus den Niederlanden, Großbritannien, Belarus und Deutschland konnten dabei aus eigenen Best-practice-Beispielen Empfehlungen geben, wie sich Bauwerke verbessern und anpassen ließen. Beeindruckt zeigten sie sich vom Moor „Mokhovoe 2“ in der Region Tver, wo bereits 8 Monate nach dem Ende der Bauarbeiten zur Wiedervernässung Sumpfseeschwalben brüten und Torfmoose wachsen. Das Seminar fand im Projekt der Internationalen Klimainitiative der Deutschen Bundesregierung zur Wiedervernässung von Mooren im Europäischen Russland statt.
Ganz vorne vorgestellt
PPP in Broschüre „Forschungsfonds MV“
20.6.2015 Als erstes von 16 geförderten wissenschaftlichen Vorhaben stellt die Broschüre „Forschungsfonds MV“ das Projekt „Pelletierung halmgutartiger Biomasse aus wiedervernässten/nassen Mooren und deren thermische Verwertung“ der Universität Greifswald, Partner im GMC, vor. Das Projekt untersuchte das Biomassepotential, die Produktion sowie die Verbrennung von Pellets und Briketts und bewertetet sie wirtschaftlich wie ökobilanziell. Die Broschüre zeigt die Potenziale der Wissenschaft an den Hochschulen und an den außeruniversitären Forschungsinstituten des Bundeslandes. Insgesamt sind im Forschungsfonds Mecklenburg-Vorpommern 100 Projekte aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert worden. In der kommenden Förderperiode wird in diesem Rahmen eine Exzellenzinitative in Mecklenburg Vorpommern gestartet.
Case studies zu Moormanagement online
MICCA präsentiert Beispiele zu Paludikultur
19.6.2015 Das Mitigation of Climate Change in Agriculture (MICCA) Programme der Welternährungsorganisation (Food and Agricultural Organization of the United Nations, FAO) stellt Beispielstudien zu Moormanagement online bereit, auch zum Download. Darunter sind die Beiträge zu Torfmooskultivierung in Projekten der Universität Greifswald und zum „Wetland Energy“-Projekt der Michael Succow Stiftung. Beide Institutionen sind Partner im GMC.
”The Guardian“ auf Paludikultur-Tour
Umweltjournalist auf Recherche mit GMC-Experten
19.6.2015 Paludikultur stößt weiterhin weltweit auf Interesse. Geführt von Greifswalder Moor-Experten recherchierte Arthur Neslen, Umweltkorrespondent Europa der englischen Tageszeitung The Guardian am 15. und 16.6. zum aktuellen Stand vonP aludikulturprojekten, Ortsbegehungen und Interviews inklusive. Er besichtigte die Schilfwerbungsflächen in Rozwarowo östlich von Świnoujście/Polen. In Deutschland ging es zu mehreren Standorten im Peenetal und zum Kummerower See. Neslen beeindruckte insbesondere das Flächenmanagement mit einer kleinen Herde Wasserbüffeln im wiedervernässten Polder Randow Rustow. Auf den wiedervernässten Neukalener Moorwiesen, geprägt durch Seggenrieder, Rohrglanzgras- und Schilfröhrichte, erklärte Landwirt Hans Voigt (MoorhofNeukalen) sein Flächenmanagement mit Mutterkühen auf feuchten Bereichen und der Energiebiomasse-Ernte mit angepasster Technik auf nassen Flächen. Abschließendes Highlight der Pressefahrt war das Heizwerk der Agrotherm GmbH in Malchin. Dieses weltweit erste Heizwerk für Biomasse aus nassen Mooren versorgt 650 Haushalte, eine Schule und den örtlichen Kindergarten mit Wärme und Heißwasser. The Guardian plant mit diesem Material eine umfangreiche Veröffentlichung zum Thema Moor Wiedervernässung, Paludikultur und Minderung von Treibhausgasemissionen durch Paludikultur.
Resolution “Moor und Klimawandel”
RAMSAR nimmt Aufruf des Nordischen Rats an
12.6.2015 Die Ramsar Konvention verabschiedete die Resolution zu „Mooren und Klimawandel“ zum Abschluss ihrer 12. Vertragsstaatenkonferenz (COP 12) am 9. Juni in Punta del Este/Uruguay. Die Resolution ist Teil eines neuen Strategieplanes der Ramsar Konvention. Dessen Umsetzung soll die wesentlichen Faktoren, die zu Moorverlust und –degradierung führen, bis 2024 bekämpfen. Die Ramsar Konvention reagiert damit auf einen Aufruf des Nordischen Rates zum verstärkten Schutz von Mooren im Kampf gegen den Klimawandel. Dieser basiert auf einem veröffentlichten Report ‘Peatlands and Climate in a Ramsar context - A Nordic-Baltic Perspective’, den Experten der Universität Greifswald, Partner im GMC, und RisagerConsult (Dänemark) erarbeitet haben.
Nordischer Rat mahnt mehr Moorschutz an
Ramsar Konvention begrüßt den Aufruf
Der Nordische Rat ruft angesichts der derzeitig 12. Vertragsstaatenkonferenz der Ramsar Konvention (COP 12) in einem gemeinsamen Statement zum verstärkten Schutz von Mooren im Kampf gegen den Klimawandel auf. Damit reagiert der Nordische Rat auf den von ihm finanzierten und kürzlich veröffentlichten Report ‘Peatlands and Climate in a Ramsar context - A Nordic-Baltic Perspective’, den Experten der Universität Greifswald, Partner im GMC, und Risager Consult (Dänemark) erarbeitet haben. Das Statement für mehr Moorschutz nahm die Ramsar Konvention bereits im Vorfeld des COP 12 vom 1.-9. Juni in Punta del Este (Uruguay) in einer Presseerklärung anerkennend auf.
‘Peatlands and Climate in a Ramsar context’
Neuer Report zu den Nordisch-baltischen Mooren
Der kürzlich veröffentlichte Report ‘Peatlands and Climate in a Ramsar context - A Nordic-Baltic Perspective’ fasst alle verfügbaren Informationen zu Ausdehnung, Verteilung und Zustand der Moore in Ländern der Nordic Baltic Wetlands Initiative (NorBalWet, RAMSAR) zusammen. Neben der Einschätzung der einzelnen Länder thematisiert der Bericht Herausforderungen und Möglichkeiten, das Moor-Management in den Ländern der NorBalWet zum Klimaschutz zu verbessern. Ein zentrales Ergebnis des Reports: Beinahe die Hälfte (46%) der Moorfläche in den untersuchten NorBalWet-Länder ist entwässert und emittiert jetzt über 75 Mt CO2 jährlich. Das entspricht einem erheblichen Anteil des gesamten CO2-Budgets dieser Länder, nämlich 34% der gesamten CO2-Emissionen aller anderen Quellen zusammen (Landnutzung ausgenommen). Der Bericht ist eine Kooperation des Greifswald Moor Centrum (Universität Greifswald) und Risager Consult (Dänemark). Er wurde finanziert durch den Nordischen Ministerrat.
Paludikultur auf der Expo 2015 in Mailand
Projektfilm im Deutschen Pavillon
Ein kurzer Film über Paludikultur ist im Deutschen Pavillon auf der diesjährigen Weltausstellung in Mailand zu sehen. Im Themenbereiche Klima wird die Forschung zu Paludikultur am GMC als eines der Projekte für klimafreundliche Landwirtschaft und ein Beitrag des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern präsentiert. Der Besucher kann den kurzen Beitrag selbstständig von einer interaktiven Plattform abrufen. Der Deutsche Pavillon auf der Expo Milano 2015 will neue und überraschende Ideen aus Deutschland zu den Grundlagen der zukünftigen Ernährung liefern, gemäß dem Expo-Thema „Feeding the Planet, Energy for Life". Eine Länderwoche Mecklenburg-Vorpommern läuft dort vom 18. bis 25. Mai 2015.
Nominiert in den Niederlanden
Prof. Hans Joosten ist für den niederländischen Klimapreis 2015 nominiert
Radboud Universität (Prof. Leon Lamers) und Landschap Noord-Holland (Direktor Ernest Briët) haben gemeinsam Prof. Hans Joosten für den niederländischen Klimapreis 2015 vorgeschlagen. Damit sollen sein Engagement für den Schutz von Mooren und für die Einführung von Paludikultur gewürdigt werden. Die Preisverleihung wird am 26. Juni 2015 in Utrecht stattfinden.
Hochrangig aus Russland
Zu Moorschutz und Wiedervernässung durch Deutschland und die Niederlande
Auf einer Studienreise im April 2015 konnten sich hochrangige Ministeriale aus den russischen Regionen Moskau und Twer zu den Methoden und Umsetzungen von Moorwiedervernässung in Deutschland und den Niederlanden informieren. Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) organisierte einen Workshop in Bonn, auf dem das erfolgreiche Modell der MoorFutures vorgestellt wurden. Das innovatives Finanzierungsinstrument für die Moorwiedervernässung hatten Experten des GMC maßgeblich mitentwickelt. Es wurde angeregt diskutiert, wie dieses Modell auch in Russland Anwendung finden könnte. Neben einem Projekttreffen bei Wetlands International in den Niederlanden besuchte die Delegation auch das großflächige Restaurationsprojekt Bargerveen an der deutsch-niederländischen Grenze. Die Besucher zeigten sich beeindruckt von den großflächigen Wiedervernässung und der zurückkehrenden Natur. Die Reise wurde von Wetlands International und der Michael Succow Stiftung, Partner im GMC, im Rahmen des Projektes Moorrestauration in Russland durchgeführt.








