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von Berit Krondorf
Leidissoo-Moor in Estland
Wieder nass!
18/02/2026 Im Dezember 2025 konnten die letzten Bauabschnitte der Wiedervernässung von Leidissoo-Moorkomplex im Nordwesten Estlands erfolgreich abgeschlossen werden. Ein Film (United for Peatland Protection: Restoration of Estonia’s Leidissoo Peatland) gibt Einblicke in die Umsetzung des Projekts.
Das 2022 gestartete Vorhaben ging nach umfassender Planung- und Genehmigung im Frühjahr 2025 in die Umsetzungsphase über. Die Wiederherstellungsmaßnahmen umfassten das Schließen von rund 100 Kilometern Entwässerungsgräben durch den Bau von mehr als 500 Dämmen. Ziel der Maßnahmen ist es, den natürlichen Wasserhaushalt des Moores wiederherzustellen und damit die ökologischen Funktionen des Ökosystems langfristig zu sichern – insbesondere auch die Klimawirkung. Bereits während der Umsetzung auf einer Fläche von über 800 Hektar waren – begünstigt durch einen außergewöhnlich nassen Sommer – erste Erfolge unmittelbar sichtbar.
Wie geht es weiter?
Im Frühjahr 2026 wird das Forstverwaltungszentrum Estland (RMK) nach der Schneeschmelze und dem Abklingen des Frühjahrshochwassers eine erste Einschätzung des Erfolgs der Wiedervernässung vornehmen. Anschließend folgt ein langfristig angelegtes Monitoring, das die hydrologische und ökologische Entwicklung der wiedervernässten Flächen systematisch erfasst.
Das Leidissoo-Moor ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen und spielt eine zentrale Rolle für den Erhalt naturnaher Moorökosysteme. Die Wiedervernässung leistet einen wichtigen Beitrag zur Reduktion von CO₂-Emissionen aus Moorböden und damit zum Klimaschutz.
Das Schutzgebiet umfasst drei Moorkomplexe – Leidissoo, Sendrisoo und Musa – und vereint alle Moortypen , die für den Westen Estlands typisch sind: Niedermoore, Übergangsmoore und Hochmoore. Es ist artenreich und Lebensraum für seltene Vogel- und Pflanzenarten wie Steinadler, Seeadler, Auerhuhn, Sumpf-Weichorchis, Sparrige Binse und Braunes Schnabelried. Sein besonderer Wert liegt in der Größe des Gebiets und dem Reichtum an Moor- und Waldlebensräumen.
Das beispielhafte Projekt zeigt, dass auch privat finanzierte Klimaschutzprojekte – wie dieses der Succow Stiftung, Partner im Greifswald Moor Centrum, PlanBe, HIT Umweltstiftung und RMK – einen wichtigen Beitrag zur Wiederherstellung von Ökosystemen und zur Erreichung der europäischen Klimaschutzziele leisten können.








