Aktuelles

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Tauender Permafrost eine der 5 größten Umweltgefahren

Tauender Permafrost eine der 5 größten Umweltgefahren

UNEP-Frontiers Report basiert auf GMC-Expertisen

07/03/2019   Die Umweltorganisation der Vereinten Nationen (UNEP) warnt in ihrem neuen Bericht Frontiers 2018/19: Emerging Issues of Environmental Concern vor fünf drohenden und bisher unterschätzten Umweltgefahren. Eine dieser Gefahren ist das Auftauen der arktischen Permafrostböden. Prof. Hans Joosten (GMC) verfasste das Kapitel Permafrost Peatlands: Losing ground in a warming world für diesen Bericht.

Der Bericht enthält neben vielen detaillierten Hintergrundinformationen und Grafiken auch eine neue zirkumpolare Karte der Verbreitung von Permafrost und Mooren, die auf Basis der Daten der Global Peatland Database des GMC erstellt wurde. Die „Frontiers“-Berichte des UN-Umweltprogramms thematisieren Umweltrisiken, die bisher nicht ausreichend wahrgenommen und bekämpft werden, jedoch weltweite Konsequenzen für Klima, Umwelt und den Menschen haben. Der Bericht wird in alle sechs UN-Sprachen übersetzt und weltweit Regierungen und Umweltbehörden zugänglich gemacht.

BOnaMoor + DESIRE

BOnaMoor + DESIRE

Neue Projekte starten

20/02/2019  Das Greifswald Moor Centrum freut sich über zwei Projektstarts im Bereich Paludikultur: Das Verbundprojekt BOnaMoor untersucht, wie die thermische Verwertung von Niedermoor-Biomasse optimiert werden kann. Aufwuchs und Erntezeitpunkt werden auf Flächen des Landwirtschaftsbetriebs Voigt von Moorkundlern und Landschaftsökonomen der Universität Greifswald erforscht. Diese nehmen auch eine ökonomische und finanzielle Bewertung vor. Die Verbrennung untersuchen Ingenieure des Fachgebiets Regenerative Energien der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin im Heizwerk Malchin sowie im Labor. Das Projekt wird gefördert durch das Bundeslandwirtschaftsministerium über die Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe (FNR).
Das internationale Projekt DESIRE entwickelt ein nachhaltiges Moor-Management für Nährstoffrückhalt und andere Ökosystemleistungen durch Restauration und Paludikultur im Memel-Delta. Es ist Teil des Regionalprogramms Interreg Baltic Sea und wird durch das GMC (Universität Greifswald und Michael Succow Stiftung) koordiniert. Es unterstützt Politiker und Entscheider, die Paludikultur-Potenziale ihrer Region einzuschätzen und nutzen zu können. Das Projekt entwickelt Pilotflächen und Kommunikationskanäle für nasse Moorbewirtschaftung und nimmt ökonomische Einschätzungen vor.

 

World Wetlands Day 2019

World Wetlands Day 2019

Moor multimedial in Greifswald

31/01/2019  Auch mit mehr nassem Moor lässt sich die Klimakrise bekämpfen – weltweit und vor Ort! Darauf machte das Greifswald Moor Centrum (GMC) anlässlich des Internationalen Tages der Feuchtgebiete (World Wetlands Day) mit einem multimedialen Abend „Moorschutz ist Klimaschutz - auch in Greifswald“ am 6. Februar 2019 ab 19:30 Uhr im St. Spiritus aufmerksam. Gezeigt wurde u.a. der Trickfilm „Moor muss nass!“ und eine Reportage über die aktuelle Moor- und Torfnutzung in Deutschland. Mit einem Vortrag und der Vorstellung der ersten „Greifswalder Moorstudie“ zeigte das GMC zudem, welche Herausforderungen und Potentiale im Moor- und Klimaschutz in Deutschland und vor unserer Haustür im Greifswalder Stadtgebiet stecken. Der Eintritt war frei.

 

Greifswalder Moorstudie

Greifswalder Moorstudie

Das könnten die städtischen Moore leisten!

17/01/2019  Wie ausgedehnt sind die Moore im Greifswalder Stadtgebiet? Welcher Anteil davon ist trockengelegt und welche Emissionen werden dadurch freigesetzt? Wie ließen sie sich durch Wiedervernässung vermindern und wie könnte damit ein Beitrag zum lokalen Klimaschutz geleistet werden? Diese Fragen beantwortet die neue Greifswalder Moorstudie - Emissionsbilanzierung und Handlungsempfehlungen für die Moorflächen im Greifswalder Stadtgebiet. Erarbeitet hat diese das Projekt MORGEN, ein gemeinsames Vorhaben von Michael Succow Stiftung, Universität Greifswald und Universitäts- und Hansestadt Greifswald. Klar wird, dass die Stadt Greifswald auf den stadteigenen Moorflächenviel für den Klimaschutz tun kann. Die Moorstudie empfiehlt dafür die Entwicklung und zügige Umsetzung einer städtische Moor-und Klimaschutz-Strategie.

 

Mehr Moos für das GMC

Mehr Moos für das GMC

Neues Mutterpflanzenquartier aufgebaut

17/12/2018 Zwölf Torfmoosarten wachsen jetzt im neu aufgebauten Mutterpflanzenquartier an der Universität Greifswald. Das Projekt MOOSzucht will herausfinden, welche unter hiesigen Bedingungen am wüchsigsten sind. Das ist wichtig, um möglichst hohe Erträge bei der Torfmooskultivierung zu erzielen - und damit möglichst große Mengen an nachwachsender Biomasse als Ersatz für Torf im Gartenbau. Fast 500 Proben von Wildformen hat MOOSzucht in ganz Europa – von Irland bis Estland, von Schweden bis Tschechien und in Georgien – gesammelt als Basis für die Forschungen. Dr. Ulf Hauke, für Moore zuständiger Mitarbeiter am Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, hat sich davon und von vielen weiteren Aktivitäten am Greifswald Moor Centrum am 17.12.18 ein Bild gemacht.

 

Endlich da: Dauerhafte Moorprofessur

Endlich da: Dauerhafte Moorprofessur

Greifswalder Moorforschung wird gestärkt

17/12/2018  Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns und die Universität Greifswald haben am 17. Dezember die Schaffung einer neuen Professur für Moorforschung / Peatland Sciences vereinbart. Dies stellt die mehr als 200 Jahre alte Greifswalder Moorforschung und die wissenschaftliche Arbeit des Greifswald Moor Centrum für die kommenden Jahrzehnte auf ein verlässliches Fundament. „Die Greifswalder Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beschäftigen sich damit, inwieweit Menschen und Landwirtschaft Moore nutzen können ohne sie dabei auszunutzen. Dieses Engagement wollen wir mit der neuen Professur unterstützen“, begründete Wissenschaftsministerin Birgit Hesse die Entscheidung seitens des Landes MV – einem der moorreichsten Bundesländer in Deutschland. Das Land und die Universität Greifswald finanzieren die neue W3-Professur gemeinsam. Außerdem unterstützen voraussichtlich der Stifterverband der deutschen Wissenschaft und die Michael Succow Stiftung die Finanzierung. Weitere Information in der Pressemitteilung des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur MV und bei der Universität Greifswald.
Im Bild von links nach rechts: Thomas Krüger (SPD-Fraktionsvorsitzender MV), Prof. Dr. phil. Johanna Eleonore Weber (Rektorin der Universität Greifswald), Birgit Hesse (Wissenschaftsministerin MV) u. Dr. Jürgen Buchwald (Staatssekretär für Landwirtschaft u. Umwelt MV) (Foto: H. Lipski)