Aktuelles

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Mythos, Moorbrand, Malaria

Mythos, Moorbrand, Malaria

Neue Literaturabende in Moorbibliothek

18/10/2017  Gottes Geist und Klimazertifikat - beides hat mit Moor zu tun, zeigt Moorprofessor und Bibliophil Hans Joosten während der dritten Runde der Literaturabende in der Greifswalder Moorbibliothek. Inspiriert von den vier Elementen in antiker Philosophie und Bibel wirft er einen Blick auf ihr Entstehen zwischen Erde und Wasser in Schöpfungsmythen. Von Feuer im Moor ist historisch wie heute - von Feuerland bis Indonesien - viel zu erzählen. Ebenso von dortiger Luft: Die Malaria sah man aus schlechten Moordämpfen steigen, heute verkaufen sich auf nassen Flächen eingesparte Treibhausgase in Kohlenstoffzertifikaten.
An dunklen Herbst- und Winterabenden präsentiert Moorkundler und Bibliophil Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Joosten Bücher aus den Beständen der jungen Greifswalder Moorbibliothek (Peatland and Nature Conservation International Library, PeNCIL).   Die Teilnahme ist kostenlos, Anmeldungen sind jedoch erforderlich per E-Mail an bibliothek@greifswaldmoor.de.

 

UN-Klimaschutz-Preis 2017 gewonnen

UN-Klimaschutz-Preis 2017 gewonnen

Momentum for Change - "Peatland restoration in Russia" is Lighthouse Activity!

„Moorrestauration in Russland“ ist Leuchtturmprojekt!

13/10/2017 Das Greifswald Moor Centrum ist stolz: Moorrestauration in Russland wird als eines von 19 Leuchtturm-Projekten 2017 der UN-Klimarahmenkonvention ausgezeichnet! Im Projekt, an dem die GMC-Partner Michael Succow Stiftung und Universität Greifswald beteiligt sind, werden Moore in Russland wiedervernässt. Dies beugt Bränden vor und verringert den Ausstoß von Treibhausgasen.
460 Bewerbungen gab es um die „Momentum for Change“-Auszeichnung, die das UN-Klimasekretariat ins Leben gerufen hat. 19 werden beim UN-Klimagipfel (COP23) im November in Bonn als innovativste, praktischste und vorbildhafteste Beispiele geehrt, mit deren Hilfe sich Menschen auf der ganzen Welt dem Klimawandel entgegen stellen.

 

RRR2017 – das finale Statement

Nasse Moore für Klima, Menschen, Zukunft – für immer

RRR2017 – das finale Statement

04/10/2017 Das abschließende Statement der 2. Internationalen Paludikultur-Konferenz (RRR2017 in Greifswald, 27.-29. September 2017) konzentriert auf vier Seiten, worauf sich die ca. 200 Moorwissenschaftler, -praktiker und -aktivisten verständigen konnten: Es besteht dringender Handlungsbedarf – Stop für Entwässerung, Wiedervernässung und Umsetzung von Paludikultur in großem Maßstab jetzt! Der Grund: Entwässerte Moore gefährden die Ziele des Pariser Klimaabkommens und die des UN-Programmes für Nachhaltige Entwicklung. Entwässerung verursacht wirtschaftliche und ökologische Schäden wie beträchliche Emissionen an Klimagasen, Torfbrände, Verlust an Biodiversität, Degradierung, Desertifikation und Sackung von Böden und letztendlich deren Verlust. Deswegen müssen Moore nass sein! Paludikultur bietet eine Lösung Moore weiterhin zu nutzen, den Klimawandel abzumildern und sich an dessen Effekte wie ansteigende Meeresspiegel, Dürren oder Überflutungen anzupassen.

RRR2017 eröffnet

RRR2017 eröffnet

Umweltpolitiker von Bund und Land sprechen zur Eröffnung

25/09/2017  Zum Auftakt der Paludikultur-Konferenzwoche begrüßten die Umweltpolitiker Jochen Flasbarth (Staatssekretär BMUB) und Dr. Till Backhaus (Landesminister MV) die Teilnehmer der Tagung Klimaschutz und Moornutzung: Potentiale in Deutschland. Wissenschaftler, Praktiker und Vertreter von Behörden und NGOs diskutieren hier Umsetzung, Möglichkeiten und Hindernisse für Paludikultur.

Jochen Flasbarth, Staatssekretär des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) betonte in einer Videobotschaft zur Eröffnung: „Der Schutz von Mooren benötigt deutlich größere politische Aufmerksamkeit als bisher. Immerhin entweichen aus entwässerten Mooren, die als Acker- oder Grünland genutzt werden, in Deutschland 38 Millionen Tonnen Treibhausgase. In der Summe entspricht dies fast einem Viertel der Emissionen aus dem gesamten Verkehrssektor. Ich freue mich deshalb, dass wir als Umweltministerium in den letzten Jahren die finanzielle Förderung von Moorschutzaktivitäten deutlich ausgeweitet haben.“

Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern berichtet über die Anstrengungen von Mecklenburg-Vorpommern für den Moor- und damit Klimaschutz:  "Wir haben in den letzten 20 Jahren Wiedervernässungsprojekte mit insgesamt mehr als 40 Millionen Euro unterstützt und früh mit der Wiedervernässung unserer Moore begonnen, um die Treibhausgasmissionen zu mindern. Hinzu kommen die MoorFutures, die ganz wesentlich dazu beigetragen haben, die Zusammenhänge zwischen Klimaschutz und Moorschutz insbesondere außerhalb von Expertenkreisen bekannt zu machen. Mittlerweile wurden fast 13.000 MoorFutures verkauft. Ich freue mich, dass wir mit unserer Fachstrategie Paludikultur als erstes Bundesland beispielhaft vorangehen, um die Bewirtschaftungsform von Moorstandorten auszubauen. Die Etablierung der Paludikultur führt zu einem doppelten Gewinn für den Klimaschutz. Die Emissionen aus dem Torfkörper werden gestoppt und die Biomasse substituiert beispielsweise fossile Energieträger."

 

„RUMOOREN!“-Kunstausstellung

RUMOOREN! - Kunst trifft Moor

"RUMOOREN! Kunst trifft Moor" - Vernissage (Foto: Philipp Schröder)

Torfskulptur bis Rohrkolbenkissen - zu sehen bis 8.10. im CDFI

22/09/2017  Ganz ungewohnte Perspektiven auf Moore bietet die Kunstausstellung RUMOOREN!, die das Greifswald Moor Centrum gemeinsam mit dem Caspar-David-Friedrich-Institut der Universität Greifswald initiiert. Von 24.9.- 8.10. sind die „Moor-Werke“ von 19 Künstlern im Caspar-David-Friedrich-Institut (Bahnhofstraße 46/47) zu sehen, der Eintritt ist frei. Von Torfinstallation, Malereien bis Rohrkolbenkissen sollen die Ausstellungsstücke die öffentliche Wahrnehmung, den Austausch zum Thema „Moor, Klimaschutz und Nutzung“ und die Akzeptanz dazu anregen.


Zur Vernissage am 24. September kamen mehr als hundert Kunst- und Moorinteressierte.
Die Ausstellung „RUMOOREN!“ ist Teil der der internationalen Konferenz Renewable resources from wet and rewetted peatlands 2017. Sie ist im Caspar-David-Friedrich-Institut vom 25.- 28. September von 8 – 20 Uhr und ab 29. September – 8. Oktober von 12 - 18 Uhr geöffnet.

Schilf im Kessel, Rohrkolben in der Wand

Schilf im Kessel, Rohrkolben in der Wand

GMC-Ausstellung im UBA Dessau (Foto: Philipp Schröder)

Ausstellung "Moor, Klimaschutz und Paludikultur" im Umweltbundesamt

22/09/2017  Schilf im Kessel, Rohrkolben in der Wand oder Torfmoos auf dem Teller – dass intakte Moore Klimaretter sind und sich auch nachhaltig nutzen lassen erklärt die Wanderausstellung Moor-, Klimaschutz und Paludikultur des Greifswald Moor Centrum, erstellt im Projekt MoorDialog. 
Vom 18. September bis 6. Oktober ist sie im Foyer des Umweltbundesamtes in Dessau zu sehen. Der Eintritt ist frei! Am 4. Oktober bietet das Greifswald Moor Centrum Führungen zur Ausstellung für Schulklassen an. Anmeldung erforderlich unter communication@greifswaldmoor.de .