Aktuelles/alle Beiträge
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Heute Engagement für toMOORow
Michael Otto und Michael Succow starten Initiative
07/08/2021 Nasse Moore tragen erheblich zum Klimaschutz bei und erhalten einzigartige Pflanzen- und Tierarten. Gleichzeitig können sie umweltverträglich bewirtschaftet werden. Die vielfältigen Eigenschaften von Mooren für den Umwelt- und Naturschutz zu erhalten und zu nutzen, ist das Ziel einer neuen Initiative mit dem zukunftsweisenden Namen „toMOORow“. Das Vorhaben toMOORow zur Wiedervernässung von Mooren wurde von der Umweltstiftung Michael Otto und der Succow Stiftung, Partner im Greifswald Moor Centrum, ins Leben gerufen. So bringt toMOORow mit dem Unternehmer und Stifter Michael Otto und dem Natur- und Umweltschützer Michael Succow auch zwei langjährige Freunde und Weggefährten in einer gemeinsamen Initiative zusammen. Mehr auf www.tomoorow.org.
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Biomasse geschäumt + getrocknet
Neue Paludikultur-Platte entwickelt
21/07/2021 Eine Platte aus Rohrkolben und Schilf zum Dämmen und Bauen mit besseren Eigenschaften als vergleichbare Platten aus Holz hat die Universität Greifswald gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut für Holzforschung - Wilhelm-Klauditz-Institut (WKI) entwickelt. Die Wissenschaftler haben damit nicht nur einen Ersatz für synthetische Polymerschaumstoffe geschaffen. Attraktive Produkte aus Paludikultur-Biomasse sind auch Anreiz, landwirtschaftlich genutzte Moorböden zu vernässen und weitere positive Effekte für die Gesellschaft, z.B. beim Klimaschutz, zu erschließen. Für die Prototypen testeten die Wissenschaftler*innen die wichtigsten grasartigen Paludikultur-Pflanzen aus Mecklenburg-Vorpommern: Schilf, Rohrkolben, Seggen sowie eine Mischung aus Seggen und Rohrglanzgras. Diese wurden zu „Biomasseschleim“ mit einem Feststoffanteil von ca. 10-12% verarbeitet, mit biologisch abbaubaren Triebmitteln aufgeschäumt und anschließend getrocknet. Diese Platten ähneln den klassischen „Holzschäumen“ und übertreffen sogar teilweise deren Eigenschaften z.B. in der mechanischen Zug- und Druckfestigkeit. Je nach Pflanzenart und Erntezeitpunkt konnten Platten auch mehr Wasser aufnehmen als Holzschaumplatten, nur wenig Wärme leiten und im Flammtest bestehen.
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Hemmnisse für Moor-Klimaschutz abbauen
Neues Infopapier zu Umstellung auf Paludikultur
30/06/2021 Paludikulturen mit Feuchtgebietsarten wie Schilf, Rohrkolben und Torfmoose sind eine gute Möglichkeit, um Moorflächen nach Wasserstandsanhebung für Moor-Klimaschutz weiter produktiv zu nutzen. Um solche Paludi-Dauerkulturen auf Dauergrünland zu etablieren, sind die Regelungen zum Grünlanderhalt zu beachten. Jede Umwandlung von Dauergrünland in eine Dauerkultur muss genehmigt werden. Darüber hinaus besteht die Pflicht, neues Grünland (auf Ackerland) als Ersatzfläche anzulegen. Diese Pflicht zum quantitativen Grünlanderhalt stellt ein Hemmnis für die Umsetzung von Paludikultur dar und ist für Moorböden zu überdenken.
Im Projekt MoKli gab es dazu ein Fachgespräch mit Behördenvertreter*innen der moorreichen Bundesländer. Diskutiert wurden die Hintergründe zum Grünlandschutz, Unterschiede zwischen Mineral- und Moorböden, das Anwenden von bestehenden Ausnahmeregelungen und mögliche neue Sonderregelungen, um das Hemmnis abzubauen. Zusammengefasst sind die rechtlichen Rahmenbedingungen und die wesentlichen Diskussionspunkte des Gesprächs im neuen Informationspapier Vorgaben zum Grünlanderhalt bei der Umstellung auf Paludikultur.
Eine aktuelle Chance, Rahmenbedingungen für ein Umstellen der entwässerungsbasierten Moornutzung auf Paludikultur zu verbessern, bietet der Rechtsrahmen für die neue Förderperiode der Gemeinsamen Agrarpolitik ab 2023. Während im Konditionalitäten-Gesetz, das Mindeststandards wie den Dauergrünlanderhalt regelt, keine Sonderregelung für Paludikultur aufgenommen wurde, könnte die zum Gesetz gehörige, detailliertere Rechtsverordnung den Verzicht auf die Anlage einer Ersatzfläche ermöglichen. Ein großes Hemmnis für Paludikultur und freiwilligen Moorklimaschutz würde damit abgebaut.
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GMC beim Digitaltag 18. Juni 2021
Paludi-Tiny House im virtuellen Ausstellungsraum
17/06/2021 Beim deutschlandweiten Digitaltag am 18. Juni 2021 ist das Greifswald Moor Centrum mit dem Projekt M(o)ore Bioeconomy und dem Paludi-Tiny Haus dabei. Als eines der Gewinnerteams des Hochschulwettbewerbs Wissenschaft im Dialog ist es in in einem virtuellen Ausstellungsraum mit Filmen zu Paludikultur und dem Paludi-Tiny Haus vertreten.
Auch der Podcast „Episode #15 Baby One Moor Time“ in Kooperation mit dem Krautnah-Podcastern, einem weiteren Gewinner des Wettbewerbs, bietet in diesem Raum unterhaltsame Information zu Mooren, Moorpflanzen, Klimaschutz und Paludikultur. Zwischen 13-18 Uhr ist der virtuellen Ausstellungsraum geöffnet. Besucht uns und die anderen Gewinnerprojekte. Um 15 Uhr laden die Projektteams zu einem gemeinsamen Bioökonomie Quiz ein - es gibt auch etwas zu gewinnen.
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Feldtag Paludikultur am 3. Sept 2021
Mehr erfahren per Typha-Tour und Tiny-House
15/06/2021 Zum Feldtag Paludikultur lädt das Greifswald Moor Centrum am 03. September 2021 auf die Versuchsfläche des Paludi-PRIMA Projektes bei Neukalen in Mecklenburg-Vorpommern. Hier wird seit 2019 der Anbau von Rohrkolben (Typha) auf wiedervernässtem Niedermoor getestet. Beim Feldtag führt eine Tour über die 10 ha große Versuchsfläche. Wissenschaftler*innen berichten zu Anbauversuch, Hydrologie, zur Klimawirkung von Mooren und ihrer Biodiversität. Eine rollende Ausstellung im Paludikultur-Tiny House informiert zu den Verwertungsmöglichkeiten von Paludi-Biomasse.
Der Feldtag ist eine gemeinsame Veranstaltung der Projekte Paludi-PRIMA, MoKli und PRINCESS des Greifswald Moor Centrum. Die Durchführung der Veranstaltung kann in Abhängigkeit der Corona-Regelungen kurzfristig abgesagt werden. Bei Fragen kontaktieren Sie Josephine Neubert, per E-Mail an josephine.neubert@uni-greifswald.de. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich
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Moore – Chance für CO2-Sparen in MV
GMC-Faktenpapier gibt Empfehlung für Klimaschutzgesetz
31/05/2021 Um das Potential der Moore für den Klimaschutz in Mecklenburg-Vorpommern (M-V) zu nutzen, sollte ein Landes-Klimaschutzgesetz Emissionsreduktionsziele und Instrumente mit explizitem Bezug zu Mooren festlegen, empfehlen Greifswald Moor Centrum (GMC) und das Institut für Klimaschutz, Energie und Mobilität (IKEM) im neuen Faktenpapier.
Mit ca. 6 Mio. Tonnen CO2-Äq. stellen die entwässerten und vorrangig landwirtschaftlich genutzten Moore die größte Einzelquelle von Treibhausgas-Emissionen in M-V dar, also ein Drittel der Treibhausgas-Emissionen des Landes und mehr als die Wälder des Landes binden können – anders als insgesamt in Deutschland. Um die CO2-Emissionen im Sinne des Pariser Klimaschutzabkommens bis 2050 auf Netto-Null zu reduzieren, müssen in M-V deshalb die Entwässerung der Moore zurückgebaut und ab jetzt jährlich 8.500 Hektar Moorfläche wiedervernässt werden. Als moorreiches Bundesland trägt M-V eine besondere Verantwortung für das Erreichen der Klimaschutzziele im Sektor „Landnutzung, Landnutzungsänderungen und Forstwirtschaft“ (LULUCF). Im Rahmen der Novelle des Bundes-Klimaschutzgesetzes wurden kürzlich erstmals verbindliche Ziele für diesen Sektor festgelegt. Für M-V besteht deshalb die dringende Notwendigkeit, Moorklimaschutz konkret und verbindlich zu planen und ambitioniert zu verfolgen.
von RB (Kommentare: 0)
24h online Moorfest 2021
GMC-Beiträge am 29. Mai
29/05/2021 Auf dem 24h online Torf-Fest 2021 der Gruppe RE-PEAT hält Hans Joosten einen zweistündigen literarischen Vortrag über "Selma Ruoff: Geist einer Wissenschaftlerin, Seele einer Dichterin" um 21:30-23:30 Uhr MESZ. Ruoff war eine Grenzgängerin zwischen Russland und Deutschland, Wissenschaft und Poesie, Himmel und Hölle, Gulag und Freiheit. Erfahren Sie mehr über Moorgebiete, die sie erforschte, über Menschen, die sie traf, und über das Leben, das sie führte.
Die Session "Reimagening the #CAP" bietet zukunftsweisende Perspektiven und Alternativen zu den aktuellen Plänen der EU-Agrarpolitik. An der Podiumsdiskussion um 14:15-15:15 Uhr MESZ nehmen teil: Sophie Hirschelmann vom Moorzentrum Greifswald, Harriet Bradley von Birdlife, Silvia Contin von der Good Energies Alliance und Sommer Ackerman von Withdraw the CAP. Die Teilnahme ist frei, Spenden sind bei der Anmeldung zur Veranstaltung willkommen.
Das Greifswald Moor Centrum freut sich, wieder einen Beitrag zum Moorfest leisten zu können. Es wurde erstmals 2020 ins Leben gerufen und ist das erste und einzige 24-stündige Online-Festival, das sich ganz den Mooren widmet. Der Organisator RE-PEAT ist eine von Jugendlichen geleitete Gruppe, die durch Zusammenarbeit, Bildung und einen Prozess der Neugestaltung einen Paradigmenwechsel in Bezug auf Moore herbeiführen und sich für die Wiederherstellung und Erhaltung von Mooren einsetzen will.
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Litauen: Vorreiter bei der Restaurierung von Mooren in EU
16 Mio. Euro für die Wiederherstellung von 8000 ha reserviert
20/05/2021 Gute Nachrichten aus Litauen: Im litauischen Plan für die EU Aufbau- und Resilienzfazilität wurden 16 Mio € für die Restaurierung von 8000 ha derzeit trockengelegter und landwirtschaftlich genutzter Moore vorgesehen. Er wurde am 17. Mai bei der Europäischen Kommission eingereicht. Die Maßnahme zielt darauf ab, die Treibhausgasemissionen aus diesen Mooren zu reduzieren, indem die negativen Folgen der Entwässerung bis 2026 rückgängig gemacht werden und eine zukünftige Hochskalierung möglich wird. Bisher konzentrierten sich die Restorationsprojekte auf die Wiedervernässung geschützter Hochmoore. Jetzt zielt Litauen auch auf landwirtschaftlich genutzte Niedermoore ab, was eine intensive Zusammenarbeit von Wissenschaft, NGOs und Landnutzern erfordert, aber als naturbasierte Lösung ein riesiges Kimaschutzpotenzial birgt, besonders in moorreichen Ländern wie Litauen.
Dies ist auch ein Ergebnis der erfolgreichen Zusammenarbeit der litauischen Stiftung für Moorrestaurierung und -erhaltung (FPRC) und der Succow-Stiftung, Partner im Greifswald Moor Centrum. Rund um Baisogala vernässen die Organisationen landwirtschaftliche Flächen, auch für die Anrechnung in Kohlenstoffzertifikaten. Diese Erfahrungen konnten sie in den nun akzeptierten "New Generations' Lithuania"-Plan einbringen. Für die Wiederherstellung von Moorgebieten im Baltikum engagiert sich die Succow-Stiftung auch in den EU-finanzierten Projekten DESIRE und Life OrgBalt.
Die EU Aufbau- und Resilienzfazilität stellt 672,5 Milliarden Euro an Darlehen und Zuschüssen zur Verfügung, um Reformen und Investitionen der Mitgliedstaaten zu unterstützen. Ziel ist es, die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der Covid19-Pandemie abzumildern und die europäischen Volkswirtschaften und Gesellschaften nachhaltiger, widerstandsfähiger und besser auf die Herausforderungen und Chancen des grünen und digitalen Wandels vorzubereiten.
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Was ist ein Moor-Klimawirt?
Neue Broschüre informiert
29/04/2021 Landwirtschaft auf Moor bedeutet heute nicht alternativlos Entwässerung. Mit Moor-und Klimaschutz eröffnet sich den Landwirt*innen ein neuer Betriebszweig. Das zeigt die neue Broschüre „Moor-Klimawirte-Zukunft der Landwirtschaft im Moor“ aus dem MoKli-Projekt von Greifswald Moor Centrum und dem Deutschen Verband für Landschaftspflege. Hohe Wasserstände in Moore schützen den Kohlenstoffspeicher und vermeiden Emissionen, die bei weiterer Entwässerung entstanden wären – eine Leistung, die ein Landwirt auf seinen Moorflächen für die Gesellschaft erbringen kann und für die er auch honoriert werden muss. Wie der Klimaschutz durch Moorschutz ein neuer Betriebszweig werden kann, berichten sechs Familienbetriebe, die gelernt haben, mit den Einschränkungen und Herausforderungen nasser Wiesen und Weiden gelassen umzugehen.
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Peatlands in EU Biodiv Strategy
GMC-Positionspapier gibt Empfehlungen
28/04/2021 Gesunde Moore können als naturnahe Lösungen zur Verwirklichung des Europäischen Green Deal und zur EU-Biodiversitätsstrategie 2030 beitragen. Daher müssen sie ausreichend geschützt und wiederhergestellt werden. Wie dies zu bewerkstelligen ist, wird im Positionspapier des GMC "Protecting and Restoring Peatlands - Targets and Recommendations for Peatlands in the EU Biodiversity Strategy" beschrieben. Darin werden die Nebeneffekte der Wiederherstellung, ein qualitativer und quantitativer Ansatz sowie Grundsätze aufgeführt, die in den Legislativvorschlag aufgenommen werden sollten.
Wie die Europäische Kommission behauptet, wird die Biodiversitätsstrategie Europa bis 2030 auf den Weg der ökologischen Erholung bringen. Die Strategie, bei der es sich nicht um einen Legislativvorschlag handelt, wurde bereits vom Europäischen Rat angenommen und muss noch vom Europäischen Parlament gebilligt werden. Die Abstimmungen sind für Mai und Juni 2021 vorgesehen.








