Aktuelles

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Indonesien und Vorpommern im Dialog

Indonesien und Vorpommern im Dialog

Prof. Joosten (links) erklärt Botschafter Oegroseno (rechts) und Staatssekretär Dahlemann, was der Bohrkern aus einem Torfboden verrät (Photo: J. Peters).

Botschafter auf Paludikultur-Tour

03/08/2018  Um Paludikultur in der Praxis zu sehen stattete der indonesische Botschafter S.E. Dr. Arif Havas Oegroseno auf Einladung des Greifswald Moor Centrum (GMC) der Region Vorpommern einen Besuch ab. Das GMC führte Botschafter Oegroseno zum entwässerten Polder Bargischow wie auch zur wiedervernässten Fläche des Anklamer Stadtbruchs. Hier begrüßte Patrick Dahlemann, Parlamentarischer Staatssekretär für Vorpommern, den Botschafter und besuchte mit ihm – bei beinahe tropischen Temperaturen - eine dichte, produktive Schilffläche. Im kleinen Örtchen Kamp bot die Ernte von Rohrkolben Gelegenheit, mehr zu traditionellen und innovativen Formen der Paludikultur zu erfahren. Rohrwerber aus Anklam, Rügen und Schleswig-Holstein sowie Vertreter von zwei niederländischen Mähmaschinenherstellern teilten ihre Erfahrungen mit Botschafter und Staatssekretär. Patrick Dahlemann betonte das großen Potential von Wiedervernässung und Paludikultur, um umwelt- und sozio-ökonomische Vorteile zu erreichen. In den kühlen historischen Räumen der Universität Greifswald stellte Prof. Dr. Katharina Riedel, Prorektorin für Forschung und Transfer sowie internationale Angelegenheiten, Botschafter Oegroseno Geschichte und heutige Forschungsschwerpunkte der Universität vor. Dieser zeigte sich an Forschungskooperationen und internationalem Austausch etwa über eine ERASMUS-Partnerschaft überaus interessiert. Weitere Kooperationsmöglichkeiten diskutierte er beim Besuch der Programmbibliothek „Moor und Naturschutz“ (Peatland and Nature Conservation International Library (PeNCIL)) und bei der Michael Succow Stiftung, wo ihn Prof. Dr. Michael Succow begrüßte.

 

Aktionswoche „10 Jahre NKI“

Aktionswoche „10 Jahre NKI“

GMC führt durch Ausstellung

02/08/2018  Am 19. September ab 19 Uhr bietet das Projekt MoorDialog eine Führung durch die Wanderausstellung „Moor, Paludikultur und Klimaschutz“, die noch bis zum 30.9. im Müritzeum, dem NaturErlebnisZentrum in Waren (Müritz) zu sehen ist. Die Führung ist Teil der Aktionswoche, mit der das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit das zehnjährige Bestehen der Nationalen Klimaschutzinitiative feiert. Die Führung ist kostenfrei, doch eine Anmeldung ist erforderlich telefonisch unter (03991) 63368-0.

 

Moore in der zukünftigen EU-Agrarpolitik

Moore in der zukünftigen EU-Agrarpolitik

GMC informiert zu Auswirkungen für Mensch, Natur und Klima

22/06/2018  Warum Moore in der gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union ab 2021 berücksichtigt werden müssen, hat das Greifswald Moor Centrum in einem Informationspapier zusammengestellt. Anlass sind der Reformvorschlag zur GAP, den die Europäische Kommission im Juni vorgelegt hat und die jetzt in Deutschland und weiteren EU-Mitgliedsstaaten anstehenden Diskussionen zur Weiterentwicklung der GAP. Klimaschutz und andere Umweltaspekte sollen dabei im Vordergrund stehen. Die Neuorientierung der landwirtschaftlichen Nutzung von Moorböden bietet hierfür ein besonderes Potential: Essentiell sind hohe Wasserstände, um die Freisetzung von Treibhausgasen zu minimieren und den Bodenverlust zu stoppen. Dafür ist die Definition einer auf Moorböden ausgerichteten Guten fachlichen Praxis sowie die gezielte Förderung einer nachhaltigen Nutzung auf Mooren (‚Paludikultur‘) in 1. und 2. Säule der GAP notwendig. Weitere Details finden Sie im Informationspapier zur Rolle der Moore in der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ab 2021.

 

Moorforschung vorgestellt

Moorforschung vorgestellt

MdL Thomas Krüger besucht MdL (Photo: Kathrin Baethge)

SPD-Fraktionsvorsitzender besucht das GMC

04/06/2018  Moore sind Thomas Krüger, dem Vorsitzenden der SPD-Landtagsfraktion Mecklenburg-Vorpommern, schon lange bekannt: Sein Wahlkreis umfaßt mit den Ämter Malchin am Kummerower See, Stavenhagen und Treptower Tollensewinkel ein moorreiches Gebiet. Die Stadt Malchin ist Standort des ersten Moor-Biomasse-Heizwerkes, hier werden 500 Haushalte klimafreundlich mit Wärme aus dem Moor versorgt. Bei seinem Besuch in Greifswald informierte sich Thomas Krüger über aktuelle Moor-Forschungsprojekte der Universität Greifswald und traf dabei die Prorektorin für Forschung, Prof. Kathrin Riedel, und den Prodekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät, Prof. Gerald Kerth. Außerdem stellten Mitarbeiter der Michael Succow Stiftung und von DUENE e.V. die Arbeit der beiden anderen Partner im GMC vor. Thomas Krüger zeigte sich besonders vom engen Verbund von Wissenschaft, Umsetzung und Beratung an einem Standort beeindruckt.

 

Torf unter Wasser

Torf unter Wasser

Anmeldung für Workshop ab sofort möglich

04/05/2018  Das Programm des kommenden Workshops zur Renaturierung von Mooren „Torf unter Wasser“, der vom 5.- 6. September im Nord-Osten Deutschlands stattfinden wird, ist fertig:

Der Workshop befasst sich mit der Biochemie von Kohlenstoff und Nährstoffen, Emissionshandel, wie auch der Biodiversität und biologischen Entwicklung von Überflutungsmooren. Mehr Informationen sind unter www.wetscapes.de/peatunderwater verfügbar. Der Anmeldeschluss ist am 01. Juni 2018.

 

100% Seggenrohrsänger

100% Seggenrohrsänger

Aquatic Warbler Conservation Handbook

Neues Handbuch zu Ökologie und Schutz

14/04/2018  Ein internationales Team, das Aquatic Warbler Conservation Team (AWCT), legt sich seit 20 Jahren für den Schutz des Seggenrohrsängers ins Zeug. Neben dem Jubiläum, begangen vom 12.-15. April in Brodowin, gab es noch etwas zu feiern: Das Team stellte das druckfrische Aquatic Warbler Conservation Handbook vor. Es fasst den aktuellen Wissensstand zu Ökologie, Habitatmanagement und Schutz des Seggenrohrsängers zusammen und enthält Beiträge zweier GMC- und AWCT-Mitglieder - Franziska Tanneberger und Cosima Tegetmeyer.
Das AWCT ist ein kleines, informelles Netzwerk von Wissenschaftlern aus allen Verbreitungsländern dieser Moor-Vogelart – und eine Erfolgsgeschichte. Gegründet von Martin Flade, bis heute AWCT-Vorsitzender, initiierte es ein Memorandum of Understanding zum Schutz des global bedrohten Seggenrohrsängers (Acrocephalus paludicola) unter der Bonner Klimakonvention (2003). Das Team entwickelte bisher acht LIFE-Projekte zum Schutz des Seggenrohrsängers und zahlreiche weitere Projekte. Jährliche Exkursionen zu Brut- oder Überwinterungsgebieten des kleinen Singvogels gehören zur AWCT-Tradition und ließen ein engagiertes und inspirierendes Team zusammenwachsen.