Aktuelles

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World Wetland Day 2020

World Wetlands Day 2020

Poster WWD 2020

3x Moor zum Mitmachen und Erleben

23/01/2019 Anlässlich des weltweiten Tages der Feuchtgebiete (World Wetlands Day, WWD) bietet das Greifswald Moor Centrum am Samstag 1. Februar 2020 dreimal „Mitmachen und Erleben“ rund um Moore. Menschen in der Region haben so die Gelegenheit, sich zu Mooren zu informieren und zu deren Erhalt beizutragen. Denn Moore sind für die globale Artenvielfalt und den Klimaschutz wichtig, jedoch von Zerrstörung bedroht.
Mitmachen im Mannhagener Moor
Freiwillige Helfer können am Samstag, den 1. Februar Hand anlegen bei der Mitmach-Aktion im Mannhagener Moor  zwischen Greifswald und Stralsund. Durch Entwässerung ist dort viel Gehölz aufgewachsen. Das gilt es zu schneiden, um Lebensraum zu schaffen für Wollgras, Sonnentau oder dem seltenen Perlmuttfalter. Treffpunkt  um 10 Uhr ist der Eingang zum Naturschutzgebiet. Wetterfeste Kleidung, Gummistiefel und Handschuhe sind nötige Ausrüstung. Wer kann, bringt Heckenscheren und Astsägen mit. Fahrgemeinschaften von Greifswald aus sind geplant. Anmeldungen nimmt Jessica von Stryk jessica.von.stryk@succow-stiftung.de entgegen. Es ist auch möglich, den Zug nach Miltzow zu nehmen (z.B. 09:21 Uhr ab Hbf. Greifswald in Richtung Stralsund oder 09:25 Uhr ab Hbf. Stralsund in Richtung Greifswald) und anschließend zum Moor zu laufen. Zur Stärkung gibt es für alle Helfer eine warme Suppe. Die Arbeitseinsätze im Mannhagener Moor, einer Fläche in Verantwortung der Succow Stiftung, tragen dazu bei, das Moor wieder zu einem intakten Biotop  zu entwickeln. Erleben lässt sich das Mannhagener Moor vor Ort oder zuhause auch mit der kostenfreien App Echt:Natur.
Spazieren über Karrendorfer Wiesen
Zu einem ca. dreistündigen kostenfreie Führung lädt die Succow Stiftung am 1. Februar auf die Karrendorfer Wiesen. Was dieses Küstenüberflutungsmoor und Salzgrasland so selten und besonders macht und warum es für Biodiversität sowie Küsten- und Klimaschutz wichtig ist, erfahren die Teilnehmenden dabei von Nele Scheebaum und Niklas Schmitz. Beide leisten einen Bundesfreiwilligendienst auf der Insel Koos und beobachten die durchziehenden und heimischen Vögel im Feuchtgebiet. Derzeit können Besucher viele tausende Reiher und Bergenten auf dem Kooser See sehen, erste Trupps Eisenten vor der Insel Koos oder auch Gänse auf dem Salzgrasland. Die Führung entlang des Fahrdamms beginnt um 10 Uhr am Parkplatz vor dem Salzgrasland. Angemessene wetterfeste Kleidung (Mütze gegen Wind) und festes Schuhwerk sind sinnvoll. Das Mitbringen von Ferngläsern wird empfohlen. Anmeldung per E-Mail an inselkoos@succow-stiftung.de .
Besuchen am Königstuhl: Ausstellung „Moor, Klimaschutz und Paludikultur“
Schilf im Kessel, Rohrkolben in der Wand oder Torfmoos auf dem Teller – dass intakte Moore Klimaretter sind und sich auch nachhaltig nutzen lassen erklärt die Wanderausstellung "Moor-, Klimaschutz und Paludikultur" des Greifswald Moor Centrum. Sie wird am 1. Februar offiziell eröffnet und ist bis Ende März im Kreidesaal des Nationalparkzentrums Königsstuhl zu sehen.

 

Moore auf der COP25

Moore auf der COP25

Peatland panel at COP25 (Photo: J. Peters)

Resümee: Thema gesetzt, Handlungsbedarf riesig

13/12/2019  Am 13. Dezember war die Weltklimakonferenz in Madrid nach zähen Verhandlungen zu Ende. Das Resümee der Moor- und Klimaschützer*innen des Greifswald Moor Centrum vor Ort: Nicht zufriedenstellend bis ernüchternd. Dabei waren die Themen Moor- und Klimaschutz, Restaurierung und nachhaltige Nutzung im Rahmenprogramm der Konferenz mehr als bisher präsent. Das GMC hatte am Eröffnungstag das Side event „Kartierung, Monitoring und klimafreundliches Management von Mooren“ gemeinsam mit der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), der Japanischen Agentur für Internationale Zusammenarbeit (JICA) und dem Global Environmental Centre (GEC) aus Malaysia organisiert. Am 4. Dezember stellte ein Thementag im Indonesischen Länderpavillion das klimafreundliche Moormanagement insbesondere in tropische Breiten in den Mittelpunkt. Am 5. Dezember präsentierte sich die Global Peatlands Initiative, deren Gründungsmitglied das GMC ist, im Deutschen Länderpavillon. International sehen Politiker wie auch Vertreter von NGOs nasse und wiedervernässte Moore als effiziente naturbasierte Lösung zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel.

 

GMC-Förderung erhalten

GMC-Förderung erhalten

NUE unterstützt GMC-Arbeit von Greifswald bis Brüssel

07/12/2019 Für die kommenden zwei Jahre fördert die Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung (NUE) die Entwicklung des Greifswald Moor Centrum. Wissenschaftliche Moor-Expertise soll in ehrenamtliche Organisationen und in die Politik getragen werden. Und das lokal, auf Bundes- wie EU-Ebene und weltweit: Die GMC-Leiterinnen Dr. Franziska Tanneberger und Greta Gaudig konnten kürzlich mit vorpommerschen Landwirten und Naturschützern, Bundeskanzlerin Angela Merkel und EU-Parlamentariern zu den Potentialen von Moor-Klimaschutz sprechen. Zudem gilt es, einen „Generationswechsel Moor“ zu gestalten und das GMC bei personellen Veränderungen stabil und erfolgreich zu halten. Die Universität Greifswald, Partner im GMC, wird ab 2020 mit Unterstützung des Landes Mecklenburg-Vorpommern und des Stifterverbands der deutschen Wissenschaft die deutschlandweit erste dauerhafte Professur für Moorkunde einrichten.

 

Konkret: 5 Maßnahmen für GAP

Konkret: 5 Maßnahmen für GAP

Vorschläge für mehr Moor- und Klimaschutz

06/12/2019 In Deutschland machen organische Böden nur 7% der landwirtschaftlich genutzten Fläche aus, verursachen jedoch 37% der der Emissionen aus der Landwirtschaft. Im EU-Durchschnitt ist es ähnlich. Die derzeitige Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union (EU) berücksichtigt dies jedoch nicht. Im Policy Paper Klimaschutz durch Moorschutz voranbringen – Möglichkeiten der GAP-Reform nutzen machen das Greifswald Moor Centrum und der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL) jetzt Vorschläge für die Neuausrichtung der GAP in Deutschland. Sie sollen in die anstehende Reform der GAP einfließen. Die Partner im MoKli-Projekt schlagen u.a. mehr Pilotflächen und Förderprogramme für nachhaltige Moornutzung und die Anerkennung von Klimaschutzleistungen von Landwirten, die dann sozusagen „Klimawirte“ sind, vor.

 

Sphagnum Species of the World

Sphagnum Species of the World

Cover "Spaghnum Species of the World"

Neues Buch vom GMC Torfmoos-Experten

05/12/2019  Der umfangreiche Band Sphagnum Species of the World des Sphagnum-Experten Dr. Dierk Michaelis ist gerade in englischer Sprache erschienen. Torfmoose sind von zentraler ökologischer und wirtschaftlicher Bedeutung innerhalb der Moose und besiedeln fast alle Kontinente. Im Buch werden 292 Sphagnum-Arten im Detail mit Schlüsseln für ihre Identifizierung, ergänzt durch Daten über Lebensräume, geografische Verteilung und Listen von Synonymen. Der 435 Seiten starke Band vom Verlag Schweizerbart Science Publishers ist die aktualisierte, ergänzte, englischsprachige Version der ursprünglichen Torfmoosflora des Autors von 2011, der ersten Gesamtdarstellung von Sphagnum seit Carl Warnstorfs "Sphagnologia Universalis" von 1911. Das Greifswald Moor Centrum gratuliert seinem Mitglied zu diesem Werk.

 

Reform = Chance

Reform = Chance

Peatland experts woth EU-Parlamentarians

Gespräche zu Moor-Landwirtschaft im EU-Parlament

04/12/2019 Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) ist maßgeblich für die landwirtschaftliche Nutzung der Moore in Europa. Obwohl Moorböden im EU-Durchschnitt nur 4% der landwirtschaftlichen Nutzfläche ausmachen tragen die Emissionen aus landwirtschaftlich genutzten Mooren 25% der Gesamt-Treibhausgasemissionen der Landwirtschaft bei. Mit der aktuellen Reform der Agrarpolitik besteht die große Chance, einen Wechsel in der Moorbewirtschaftung in Europa einzuleiten, die Bewirtschaftung wiedervernässter Moore zu fördern und die Förderung auf entwässerten Mooren schrittweise einzustellen (siehe auch aktualisierter Policy Brief des GMC). Über fachliche Grundlagen zu Moorverbreitung und Klimarelevanz in Europa sprach Dr. Franziska Tanneberger (GMC) zusammen mit Kollegen von Wetlands International European Association und Interreg Care-Peat project mit 13 Mitgliedern des Europa-Parlamentes, u.a. der Vize-Präsidentin Mairead McGuinness (Irland) und dem Agrarpolitiker Peter Jahr (Deutschland).