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von Berit Krondorf (Kommentare: 0)

Power to the Peatlands 2026

Für mehr Zusammenarbeit, von Biodiversität bis Wirtschaft

04/11/2026 Anfang September brachte die Konferenz Power to the Peatlands (P2P) im niederländischen ’s-Hertogenbosch mehr als 700 Teilnehmende aus Wissenschaft, Politik und Praxis zusammen. Gemeinsam diskutierte die europäische Moorgemeinschaft, wie sich Moorschutz, Renaturierung und nachhaltige Bewirtschaftung weiter voranbringen lassen.

Das Greifswald Moor Centrum war mit einer großen Delegation vertreten und gestaltete verschiedene Sessions aktiv mit. Im Fokus standen unter anderem die Bedeutung der Moorbiodiversität für die Bewältigung der Klima- und Biodiversitätskrise, die Franziska Tanneberger auch in ihrer Keynote hervorhob, sowie das wirtschaftliche Potenzial nasser Moore und die Wertschöpfungsketten der Paludikultur. Letzteres war Thema der gemeinsam mit dem GMC-Partner Michael Succow Stiftung organisierten Session Peatlands for Business.

Weitere Highlights aus den Sessions mit Beteiligung des GMC:

Wiedervernässung braucht eine Landschaftsperspektive

Die Session WETSCAPES2.0 verdeutlichte, warum die Wiedervernässung von Mooren nicht isoliert betrachtet werden kann: Entwässerung beeinflusst Wasserhaushalt, Nährstoffflüsse und Kohlenstoffkreisläufe weit über die eigentlichen Moorkörper hinaus. Die Wechselwirkungen entlang hydrologischer und ökologischer Gradienten zu verstehen und wiederherzustellen, ist daher entscheidend für eine erfolgreiche Wiedervernässung.

Solarenergie auf wiedervernässten Mooren: Auf die richtigen Bedingungen kommt es an

In der Session MoorPower ging es um innovative Photovoltaik-Lösungen (PV) auf wiedervernässten Moorflächen. Dabei spielen das Wassermanagement und die Entnahme von Biomasse eine wichtige Rolle. Zugleich können die kühlenden Effekte nasser Bedingungen die Effizienz von PV-Anlagen sogar verbessern. Die Herausforderung besteht darin, geeignete Wasserstände und eine erfolgreiche Solarstromproduktion in Einklang zu bringen.

Von der Renaturierung ganzer Landschaften über die Zusammenarbeit vor Ort bis hin zu innovativen Landnutzungsformen: Die Diskussionen machten deutlich, dass Fortschritt davon abhängt, Forschung, Praxis und Politik miteinander zu verbinden.

Moorrenaturierung gelingt am besten im Zusammenspiel von Wissenschaft und Praxis

Beispiele aus der europäischen Moorrenaturierung zeigten, wie Landschaftsbegehungen und der Dialog mit Landwirt*innen, Behörden, Kommunen und Wasserverbänden gegenseitiges Verständnis fördern und dabei helfen können, Lösungen für Moore und Paludikultur zu entwickeln. Langfristige Beziehungen, Vertrauen und ein kontinuierlicher Austausch zwischen Forschung und Praxis sind entscheidend, um aus Erfahrungen zu lernen und Renaturierungsmaßnahmen stetig zu verbessern.

Ein weiterer wichtiger Meilenstein war der offizielle Start der European Peatlands Initiative (EPI). Die Initiative bringt Regierungen, die Europäische Kommission und verschiedene Akteur*innen aus ganz Europa zusammen. Ziel ist es, den Wissensaustausch zu stärken, eine wissenschaftlich fundierte Politikgestaltung zu unterstützen und gemeinsame Ambitionen in koordiniertes Handeln zu überführen.

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