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Nicht nur für Typha-Pioniere

Nicht nur für für Typha-Pioniere

Am 13.2. wird gezeigt, was Rohrkolben kann

12/02/2017  Rohrkolben (lat. typha), die Pflanze aus nassem Moor, lässt sich anpflanzen und ernten, liefert als nachhaltiger Baustoff Trockenheit und Wärme und schützt gleichzeitig das Klima! Das wollen der Unternehmer Aldert van Weeren und das Greifswald Moor Centrum bekannt machen. Beim Typha-Tag am 13. Februar in Kamp (Abzweig Anklamer Fähre) ab 12 Uhr zeigen sie die Ernte von Rohrkolben. Dass dieser sich als Dämmung und Dachdeckung verwenden lässt, ist bei einer Führung durch ein renoviertes Gästehaus neben der Mahdfläche zu sehen. Diese innovative und lokale Verwertung eines nachwachsenden heimischen Rohstoffs ist eine Pionierleistung in Mecklenburg-Vorpommern, die auf internationales Interesse stößt: Zum Typha-Tag kommen Wissenschaftler und Praktiker aus den Niederlanden.

 

Indonesischer Moorpreis dotiert mit 1 Mio US$

Indonesischen Moorpreis dotiert mit 1 Mio US$

Moorbohrung auf Borneo (Foto: Tilmann Silber)

Konsortium um GMC gewinnt

02/02/2018  Für die Moor-Wissenschaftler der Universität Greifswald beginnt der Welttag der Feuchtgebiete (World Wetlands Day 2.2.) mit einem Paukenschlag: Im indonesischen Jakarta vergibt die dortige Regierung den mit 1 Million US-Dollar dotierten Indonesischen Moorpreis (Indonesian Peat Prize) - und die Moor-Wissenschaftler der Universität Greifswald gehören zum Gewinner-Konsortium. „Das ist eine Auszeichnung auf internationalem Niveau und eine Bestätigung und Chance für unsere Forschung, den Schutz und die nachhaltige Nutzung der Moore in Indonesien und weltweit“ sagt Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Joosten, Moor- und Paläoökologe am Institut für Botanik und Landschaftsökologie der Universität Greifswald und Mitbegründer des Greifswald Moor Centrum. In Indonesien forschen er und sein Team seit 2006 zu Treibhausgasen, Entwicklungsgeschichte und Landnutzung von Mooren. Das Land hat wegen intensiver landwirtschaftlicher Nutzung für Palmöl und Papierholz große Probleme. Für diese Monokulturen wurden tropische Moore großflächig trockengelegt. Die Folgen sind Degradierung, Landverlust, extreme Treibhausgasemissionen und verheerende Torfbrände. Diese haben in den letzten Jahren tausende Todesopfer und riesige Schäden im Land und in der gesamten Region verursacht. Die indonesische Regierung bekämpft diese klimaschädigenden Auswirkungen nun mit einem engagierten Programm, zu dem auch der Indonesische Moorpreis gehört. Mehr in der GMC-Pressemitteilung.

 

Schilf im Kessel, Torf auf dem Teller

Schilf im Kessel, Torf auf dem Teller

Cover Porstlarte "Moor muss nass!"

GMC-Wanderausstellung im EFMK MoorWelten

12/01/2017  Vom 13. Januar bis 28. Februar 2018 ist die Wanderausstellung Moor, Klimaschutz und Paludikultur des Greifswald Moor Centrum in den MoorWelten (Europäisches Fachzentrum Moor und Klima, EFMK) in Wagenfeld zu sehen. Am 28. Januar bietet die Veranstaltung „Klimaretter Moor“ zusätzlich Vorträge von Fachleuten. Um 15:50 Uhr referiert Susanne Abel (GMC) zu „Moor muss nass: Wie Moore durch Wiedervernässung und Paludikultur zum Klimaschutz beitragen“. Anmeldungen werden erbeten unter 05774/9978220 oder per E-Mail an m.meyer@moorwelten.de.  

„Walking in paludi wonderland“

„Walking in paludi wonderland“

Cattail for christmas (@Greifswald Moor Centrum)

Das etwas andere Weihnachstlied

20/12/2017  Allen Moorliebhaber bietet das Greifswald Moor Centrum Abwechslung in der Weihnachtsroutine – mit John Couwenbergs Textversion von „Winter wonderland“. Das Greifswald Moor Centrum wünscht viel Spaß, schöne Weihnachten und ein gutes neues Jahr!

 

Peatlands drained, used for cropping
Ditches deep, will need blocking
Rewetting the site, we’re happy tonight
Walking in a wet paludiland

 

Let’s reduce gas emissions
Novel crops, new ambitions
Let’s make the land whole, and substitute coal
Walking in a wet paludiland

 

Hier die gesamten sechs Strophen.

Erste Fachstrategie Paludikultur

Erste Fachstrategie Paludikultur

Cover "Landestrategie Paludikultur für MV" 2017

Minister und GMC stellen Fachstrategie für Mecklenburg-Vorpommern vor

13/12/2017  Mecklenburg-Vorpommern ist seit Jahrzehnten Vorreiter im Moorschutz und kann schon über 26,000 ha wiedervernässte Moorfläche vorweisen. Nun hat das Bundesland auch eine Fachstrategie zur Umsetzung von Paludikultur auf landwirtschaftlich genutzten Moorflächen. Aufbauend auf das Moorschutzkonzept (2009) stellt die Strategie den aktuellen Wissensstand zu Paludikultur, besonders für die Moore der Region geeignete Moornutzungsformen sowie den Handlungsbedarf dar. Weltweit einmalig umfasst die Strategie auch Flächen-Kulissen der Eignung von landwirtschaftlich genutzten Moorflächen für Paludikultur. Die Fachstrategie wurde maßgeblich vom Greifswald Moor Centrum in Kooperation mit Vertretern von Landwirtschaft und Naturschutz erarbeitet und am 12. Dezember 2017 bei der Landespressekonferenz in Schwerin durch Minister Dr. Till Backhaus vorgestellt. 

Global Landscape Forum

Global Landscape Forum

Panel on peatland protection at the Global Landscape Forum 2017 (Photo: Dianna Kopansky)

Side event von UN-Umweltprogramm und GMC

13/12/2017  Moore sind weltweit von großer Bedeutung für die Landschaft, und extrem von Degradierung bedroht. Moorexperten wie Dr. Alue Dohong (Indonesian Peatland Restoration Agency) and Prof. Hans Joosten (GMC) informierten darüber bei einem Side event beim Global Landscape Forum in Bonn am 19. Dezember 2018. Unter dem Titel „Smoke on water – Countering global threats from peatland loss and degradation“ präsentierten sie Erkenntnisse und Empfehlungen aus dem kürzlich veröffentlichen Bericht der Global Peatlands Initiative Smoke on water. Das Greifswald Moor Centrum veranstaltete das Side event zusammen mit dem UN-Umweltprogramm UNEP im World Conference Center Bonn (Landscape Pavilion).