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von Berit Krondorf (Kommentare: 0)
Brasilien für Peatland Breakthrough
Bald in Vorreiterrolle?
19/06/2026 Brasilien unternimmt wichtige Schritte, um eine Vorreiterrolle im Rahmen der „Peatland Breakthrough“-Initiative einzunehmen – einer globalen Initiative zur Beschleunigung des Schutzes, der Renaturierung und der nachhaltigen Bewirtschaftung von Mooren weltweit.
Brasilien beherbergt die weltweit größte bekannte Fläche an tropischen Mooren, die sich über etwa 226.000 km² im Amazonasgebiet, im Cerrado, im Pantanal, im Atlantischen Regenwald, in der Pampa und in den Küstenregionen erstrecken. Trotz ihrer globalen Bedeutung finden Moore in der brasilianischen Umweltgesetzgebung, der Treibhausgasberichterstattung sowie der nationalen und internationalen Klimapolitik kaum Beachtung, wie 53 brasilianische Forscher in einem offenen Brief kritisierten.
Der Nationale Ausschuss für Feuchtgebiete (CNZU) Brasiliens hat nun dem Umweltministerium empfohlen, die „Peatland Breakthrough“-Initiative offiziell zu unterstützen und die Übernahme einer Vorreiterrolle als „Champion Country“ zu prüfen. Die Empfehlung ist ein wichtiger Schritt zur Stärkung der Anerkennung von Mooren in der brasilianischen Klima-, Biodiversitäts- und Wasserpolitik.
„Das sind großartige Neuigkeiten für die globale Moorgemeinschaft – angestoßen durch die Klimakonferenz COP30 in Belém hat sich der Austausch mit Moorwissenschaftlern und Naturschützern in Brasilien intensiviert, und wir sind begeistert und sehr dankbar für das Interesse und das Engagement des Landes, sich den globalen Maßnahmen zum Schutz der Moore anzuschließen“, sagte Dr. Franziska Tanneberger, Direktorin des Greifswald Moor Centrum, die zur Teilnahme an der Sitzung des Nationalen Ausschusses für Feuchtgebiete eingeladen worden war.
„Die vom Nationalen Ausschuss für Feuchtgebiete abgegebene Empfehlung spiegelt Brasiliens wachsende Anerkennung von Mooren als strategische Ökosysteme für die Klimaregulierung, den Erhalt der biologischen Vielfalt und die Wasserversorgungssicherheit wider“, sagte Dr. Suelma Ribeiro Silva vom Chico-Mendes-Institut für den Erhalt der biologischen Vielfalt (ICMBio).
Sollte die Empfehlung angenommen werden, würde sich Brasilien neben Peru, Uganda und Deutschland als Vorreiterland der Initiative „Peatland Breakthrough“ anschließen und damit die internationale Zusammenarbeit beim Schutz, der Renaturierung und der nachhaltigen Bewirtschaftung von Torfmooren stärken.
Über den „Peatland Breakthrough“
Der „Peatland Breakthrough“ ist ein globaler Aufruf zum Handeln unter der Federführung von Wetlands International, dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP), der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und dem Greifswald Moor Centrum, der in enger Abstimmung mit der Global Peatlands Initiative und in Zusammenarbeit mit der Konvention über Feuchtgebiete entwickelt wurde. Zu den immer zahlreicher werdenden Partnern zählen: das Global Environment Centre, das Landscape Finance Lab, RE-PEAT und The Nature Conservancy.
Der „Peatland Breakthrough“ weist durch drei globale Ziele einen klaren Weg in die Zukunft:
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Den anthropogenen Verlust von nicht entwässerten Mooren bis 2030 stoppen.
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Bis 2030 sollen mindestens 30 Millionen Hektar Torfmoore wiedervernässt und renaturiert werden.
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Bis 2030 sollen Rahmenbedingungen für eine nachhaltige und sinnvolle Nutzung geschaffen werden, und bis 2050 soll diese in allen Mooren umgesetzt sein.








