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von Berit Krondorf
Neuer Resilienz-Check für Deutschland
mit Paludikultur und Agri-PV/Moor-PV
11/12/2025 Im aktuellen Resilienz-Dossier informiert das Büro für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) die Abgeordneten zu möglichen Entwicklungen beim „Wassermanagement in der Landwirtschaft“ bis 2050. Darin auch enthalten: die Potentiale neuer Nutzungsformen wie Agri-PV (sowie Moor-PV) und Paludikultur auf wiedervernässten und zuvor landwirtschaftlich genutzten Flächen (Link zum Dossier: Neue Bewitschaftungsformen).
Insbesondere Agri- und Moor-PV hält das Dossier für aussichtsreich. Die Teilverschattung durch PV-Module könne die Verdunstung reduzieren und damit Wasserressourcen schonen, heißt es darin. Außerdem: „Für Photovoltaik-Anlagen auf wiedervernässten Moorböden (Moor-PV) … wird in Deutschland ein geschätztes technisches Potenzial von 440 bis 880 GWp angenommen. Dies entspricht ungefähr dem Vier- bis Achtfachen der derzeit in Deutschland installierten Photovoltaik-Leistung und verdeutlicht das enorme Energiepotenzial dieser Nutzung.“ Allerdings ist unser Wissenstand zu den Effekten von Moor-PV noch eingeschränkt und es braucht noch weitere Forschung, bevor man die großflächige Umsetzung empfehlen kann. Projekte wie MoorPV und MoorPower untersuchen dies.
Paludikultur schätzt das Dossier so ein: „Die Landwirtschaft auf wiedervernässten Moorflächen mit Torferhalt, als ‚Paludikultur‘ bezeichnet, führt … derzeit noch ein Nischendasein … Das könnte sich aber mit Blick auf 2050 aufgrund der großen Klimaschutzpotenziale ändern.“
Als Experten haben seitens des Greifswald Moor Centrum Prof. Dr. Gerald Jurasinski, Carl Pump und Dr. Wendelin Wichtmann beigetragen.
Zu den Resilienz-Dossiers:
Der Resilienz-Check und das resultierende Dossier ist eine Beratungsleistung für den Deutschen Bundestag und dienen als Hintergrundinformation für Fachausschüsse, aber auch gesellschaftlichen Akteure und die Öffentlichkeit. Darin werden Potentiale wissenschaftlich-technischer Entwicklungen analysiert und mögliche Auswirkungen auf die Gesellschaft diskutiert. Jährlich steht ein infrastrukturbezogenes Thema im Fokus. Die Ausgabe des Resilienz-Checks in 2026 wird sich auf „Cybersicherheit in der Forschung“ konzentrieren.








